„Weil´s da immer grüabig is“

von Redaktion

13. Bauernhiagst in Kleinbergham bei Obing lockt wieder viele Besucher an

Obing – Beim 13. Bauernhiagst in Kleinbergham ließ der Förderverein der Obinger Trachtler wieder einmal alte Gepflogenheiten aufleben. Die vielen Besucher machten deutlich, dass Handwerk und Brauchtumspflege noch gefragt sind. „Vui scheene Standl“, „ein schönes Brauchtumsfest“ oder „immer wieder interessant“ – die Besucher zeigten sich auch heuer recht angetan von der Erntedankfeier der Obinger Trachtler.

Einzigartigkeit

der Schöpfung

Nach gutem altem Brauch wird hier am ersten Sonntag im Oktober der christliche Dank für die Schöpfung mit der Freude über die ertragreiche Ernte verknüpft. Dementsprechend begann der Bauernhiagst am Vormittag mit einem Erntedankgottesdienst. Pfarrer David Mehlich hob die Einzigartigkeit der Schöpfung hervor und betonte, dass dieses göttliche Wunder niemals abgeschlossen sei und täglich aufs Neue erlebbar sei. Beispielsweise mit der Natur und den Früchten der Erde, die für gute Lebensbedingungen sorgten. Der Erhalt der Schöpfung und die damit verbundenen Herausforderungen könnten deshalb auch mit Vertrauen auf Gott und die Menschen gemeistert werden.

Beim Wetter trugen die Zuversicht und manches Stoßgebet der Trachtler jedenfalls Früchte. Sicherheitshalber wurde der Veranstaltungsort zwar schon tags zuvor wetterfest gemacht, doch die ersten Regentropfen setzten erst zum Ausklang ein. Und so bot Kleinbergham wieder eine schöne Kulisse für lebendige Brauchtumspflege und geselliges Beisammensein. Der kleine Ort in der Nähe von Obing hatte sich mit seinen traditionellen Bauernhöfen wieder in einen großen Festplatz mit vielen überdachten Sitzgelegenheiten verwandelt, die zum gemeinsamen Feiern in ungezwungener Atmosphäre einluden.

Besucher aus der Region genossen die Stimmung rund um Troadkasten, Wimmer,- Steffe- und Baumannhof. Für viele von ihnen ist der Bauernhiagst längst fester Bestandteil im Terminkalender, „weil´s da immer grüabig is“. Neben dem Beisammensein mit bester Verpflegung bot der Bauernhiagst auch ein buntes Rahmenprogramm. Rund 50 regionale Aussteller und Handwerker präsentierten altes Trachten- und Kunsthandwerk und heimische landwirtschaftliche Erzeugnisse. Bei Kutschfahrten konnten die Besucher die Fahrt rund um den Ort mit echten Pferdestärken erleben. Alphornbläser, die Schnoizer und die Trachtengruppen des Vereins trugen neben der „Duanix-Musi“, „Diam Fünfe“, „Wabachmusi“ und der „Guad Warts Musi“ auf allen Plätzen zur Unterhaltung bei. Zudem gab es bei der Tombola der Trachtenjugend Preise zu gewinnen. Der Erlös fließt in die Nachwuchsarbeit.

Artikel 8 von 11