Nein zu Erweiterung eines Schweinehutewalds

von Redaktion

Gefahr der Schweinepest und der Verunreinigung des Wassers

Halfing – Erneut bekräftigten die Halfinger Gemeinderäte einstimmig in ihrer jüngsten Sitzung ihr Nein zu einer Erteilung einer Rodungserlaubnis für die Erweiterung eines Schweinehutewalds. Schon vor zwei Jahren hatte der Gemeinderat einstimmig einen ersten Rodungsantrag in einer Stellungnahme negativ beschieden. Bürgermeister Peter Böck (CSU) stellte in der jüngsten Sitzung nun den neuen Antrag vor, den der Bauwerber und Landwirt beim Amt für landwirtschaftliche Entwicklung eingereicht hatte und der eine Erweiterung der Rodungsflächen um 1,9 ha zusätzlich zu der damals bereits genehmigten 0,99 ha großen Fläche für ein „natürliches und artgerechtes Leben“ der Schweine vorsieht.

Sepp Hofer (Freie Wähler Halfing, FWV) hakte bei der Anzahl der zu haltenden Schweine und der Reaktion der Nachbarn auf den Schweinehutewald nach. Böck erklärte, dass es laut Veterinäramt 30 bis 35 Schweine seien und dass bislang keine Beschwerden der Nachbarschaft beispielsweise bezüglich Geruch eingegangen seien. Konrad Aicher (Halfinger Wählervereinigung, HWV) bekräftigte sein Nein zu einer weiteren Rodung mit dem Hinweis auf die Gefahr der Schweinepest. Sepp Stettner (FWV) sah das ähnlich, das sei „eine tickende Zeitbombe“, sei es die Schweinepest oder der Nitrat-Eintrag. Er gab zu bedenken, dass der Wald Schutzcharakter habe, fügte aber auch hinzu, dass er das Engagement der Familie schätze. Regina Braun (CSU) befürwortete zwar das Argument einer artgerechten Tierhaltung, aber nicht den Flächenverbrauch, da es um eine riesige Fläche gehe. Böck wies das Gremium darauf hin, dass man um eine Stellungnahme gebeten worden sei. Die Verwaltung habe deshalb zwei Beschlussvorschläge vorbereitet. Der erste sah eine positive Haltung zum Erweiterungsantrag vor, den die Gemeinderäte einstimmig ablehnten. Der zweite Antrag für eine Stellungnahme folge dem Beschlussvorschlag von 2017. Darin werde festgehalten, dass der Gemeinderat auf der Basis der bereits vom Antragsverfahren 2017 genannten Gründe, der massiven Erweiterung der Fläche und der damit konkreten Gefahr der Schweinepest, sowie möglicher Beeinträchtigung des Trinkwassers dem Rodungsantrag nicht zustimme. Einstimmig folgte das Gremium diesem Vorschlag. elk

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