Zufrieden mit der Saison

von Redaktion

Tourismusmagnet Wasserburg: Stadtbesichtigung und Bierkellertour

Wasserburg – Die Stadt Wasserburg ist ein Touristenmagnet geworden, ein schmucker Ort mit einer malerischen Altstadt, der zum Verweilen einlädt – Kurzbesucher wie Urlauber. Auch in diesem Jahr verzeichnet die Perle am Inn positive Zahlen. 2012 wurden gut 22000 Übernachtungen gezählt, im Jahr 2017 waren es knapp 32000. Im vergangenen Jahr und in dieser Saison wird die Zahl in etwa gleich geblieben sein, schätzt Carolin Meingassner von der Wasserburger Gäste-Information.

Im Sommer ab

in den Bierkeller

„Es gab immer einen guten Besucherpegel, runtergegangen ist er auf keinen Fall.“ Ein Indiz dafür sind die Stadtbesichtigungen – heuer waren es wieder Hunderte. Bei den Bierkellerführungen hat Meingassner einen auffälligen Aufwärtstrend beobachtet: 50 Begehungen gab es allein in den Sommermonaten.

Den Neuankömmlingen hilft sie, private Unterkünfte oder Hotels zu finden, und sie verrät ihnen, was man in der näheren Umgebung unternehmen kann. Es gibt ja noch eine ganze Menge Leute, die ihre Infos nicht aus dem Internet beziehen wollen, sondern die persönliche Beratung bevorzugen. „Diejenigen, die zu uns kommen, sind in der Regel Personen ab 40 plus“, sagt Meingassner. Die Gäste zeigen sich, so der Eindruck der Wasserburger Gäste-Info, in der Regel zufrieden mit ihrem Aufenthalt.

„Natürlich gibt es immer Leute, die meckern. Aber grundsätzlich kann man sagen, dass die Unterkünfte, die wir anbieten, sehr gut angenommen werden“, so Meingassner. Wobei die Ansprüche eher bescheiden sind. „Die meisten wollen kein Fünf-Sterne-Hotel, sondern eine Bleibe für eine Nacht. Da muss nicht mal ein Frühstück dabei sein.“

Und was fehlt noch im Angebot? Hier nennt Meingassner behindertengerechte Zimmer und barrierefreie Gaststätten. „Es wird zwar nicht jeden Tag danach gefragt, aber man merkt schon, dass es ein Thema ist.“ Und dann gebe es immer mehr Touristen, die mit ihren Haustieren verreisen. Auch hier sieht die Touristik-Fachfrau noch Potential. Für Meingassner könnte zudem der Inn verstärkt für den Tourismus genutzt werden. „Mit dem Fluss könnte man mehr machen. Etwa regelmäßig Fahrten mit dem Schiff anbieten. Die Leute fragen danach.“

Und was empfiehlt sie den Kurzurlaubern? „Die Stadtführung sollte man mitmachen und auch das Heimatmuseum besuchen. Und die schöne Aussicht oben auf dem Kellerberg genießen.“ Oder auf dem Skulpturenweg spazieren gehen. „Dann ist der Tag schon gut gefüllt.“

Anne Steinbacher, Chefin des Hotels Fletzinger, blickt ebenfalls zufrieden auf den Sommer zurück. „Die Saison ist definitiv besser als die vorherige, es hat eine Steigerung stattgefunden.“ 2018 habe es einen Einbruch gegeben. „Entweder war es zu heiß, oder es hat geregnet.“ Vor der Zukunft ist ihr nicht bange: „Es passiert schon was im Tourismus in Wasserburg.“ Auch ihr Haus versuche, sich noch besser nach draußen zu präsentieren, etwa in den sozialen Netzwerken.

Kurzurlaub bleibt weiter im Trend

Auch Christina Pfaffinger, Geschäftsführerin des Touristik-Verbands Chiemsee-Alpenland, sieht eine positive Bilanz für dieses Jahr, und die Anfragen für das nächste Jahr „laufen auch wieder ganz gut“. Neue Hotels und Renovierungsmaßnahmen würden sich bemerkbar machen: „Das wirkt sich auf die Zufriedenheit der Gäste aus.“ Im ersten Halbjahr habe es knapp drei Prozent mehr Übernachtungen gegeben. Leider sei diese Tendenz ungebrochen: Die Leute machen immer kürzer Urlaub. „Die Reiseplanungen sind sehr viel spontaner.“ Hoch im Kurs stehe alles, was mit Naturerlebnissen verbunden sei. „Die Landschaft mit ihren Bergen und Seen ist mit Sicherheit ein wichtiger Faktor.“ Die Menschen wollten aber auch die regionale Kultur und Gastronomie kennenlernen, sagt Pfaffinger.

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