Kiefersfelden – Ehrung und Dank der besonderen Art erfuhren die langjährigen Mitglieder und ehrenamtlich Tätigen des ASV Kiefersfelden. Nicht im Rahmen einer Jahreshauptversammlung mit ellenlanger Tagesordnung wurden die Mitglieder geehrt, sondern bei einer „Dankeschön-Party“ im Vereinsheim, wo in erster Linie die Geselligkeit im Vordergrund stand. Für ASV-Vorsitzenden Johannes Mayerl „sind das Miteinander und der Zusammenhalt das Fundament eines gut funktionierenden Vereins“.
Außergewöhnliches
Engagement
Ohne das außergewöhnliche Engagement vieler Mitglieder sowohl auf dem Platz als auch vor und hinter den Kulissen „kann ein so großer Sportverein wie der ASV nicht überleben“. Das war´s dann aber auch schon mit den steifen Regularien und Ansprachen. Bei unterhaltsamer Musik durch die Formation „Dreiklang“ und einem leckeren „Südtiroler-Buffet“ dominierten sodann die Gespräche und die Unterhaltung.
Eine besondere Ehrung wurde an diesem Abend Christian Musik zuteil, der seit 60 Jahren Mitglied im ASV ist. Auf 50 Jahre Mitgliedschaft brachte es Hans Kurz und nur zehn Jahre weniger im Verein sind Theresia Angerer, Reinold Schneider, Sabine Holzner und Alfred Pütz. Und für ein Vierteljahrhundert Mitgliedschaft reichte es bei Erwin Krismer. Sie alle erhielten aus der Hand des Vorsitzenden Johannes Mayerl und seines Stellvertreters Thomas Zach Urkunden, Ehrennadeln, Blumensträuße und natürlich auch ein kleines Präsent, verbunden mit einem „herzlichen Dankeschön“ für das Engagement im Verein. Für Musik war diese Zeit „alternativlos. Mit acht Jahren habe ich beim ASV mit Fußball angefangen (1954), da wurde gerade für das Vereinsheim der Grundstein gelegt“. Für den Jubilar „drehte sich damals nahezu alles um den Fußball“. Zunächst als Spieler in den verschiedenen Jugendmannschaften, danach im Aktivenbereich und später als Spielertrainer und Übungsleiter im Jugendbereich. „Das habe ich alles mit Herzblut gemacht und keinen einzigen Tag bereut“, obwohl der zeitliche Aufwand bis zu zehn Wochenstunden betrug, alles in der ohnehin knapp bemessenen Freizeit. Doch einfach war das beileibe nicht immer. Ein Beispiel aus seiner Jugend zeigt das sehr anschaulich auf. „Mit 18 Jahren bin ich gerade aus der Jugend gekommen, habe aber an den Wochentagen immer bis 19.30 Uhr in Rosenheim gearbeitet. Da hieß es dann schnell aufräumen, mit dem Zug heimfahren und ab ins Training. Dann haben wir teilweise sogar in den Wintermonaten unter dem Licht von Straßenlaternen bis 21 Uhr trainiert, und das zweimal pro Woche. Dazu kam dann am Wochenende immer noch ein Spiel. Aber das alles war fester Bestandteil meines Lebens“. Trotz dieser doch erheblichen Einschränkungen in der Freizeit „hat es mir unbändigen Spaß gemacht, mit meinen Mannschaftskollegen zu trainieren und jeden Sonntag auf dem Platz zu stehen, Siege und auch Aufsteige zu feiern“. Mittelfeldspieler der ersten Mannschaft, dann Mannschaftskapitän, Spielertrainer und letztlich Funktionär und Jugendleiter im ASV sowie stellvertretender Vorsitzender waren die Stationen des heute 72-Jährigen. „Und dann, praktisch so als Krönung war ich auch noch zehn Jahre Erster Vorsitzender des ASV Kiefersfelden und dazu noch immer Trainer diverser Jugendmannschaften“. Doch auch damit war die Karriere noch nicht beendet, „denn der Fußball hat mich eigentlich nie so richtig losgelassen und erst bei den „Alten Herren“ habe ich dann meine aktive fußballerische Laufbahn beendet“. Auch heute steht Christian Musik dem Verein immer zur Verfügung, „wenn Not am Mann ist, denn der ASV ist ein Teil meines Lebens“. hko