Stephanskirchen – Das Projekt Waldkindergarten kommt gut voran: Nachdem der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Stephanskirchen kürzlich über den Träger und den künftigen Standort abgesegnet hat, befasst sich heute, Dienstagabend, der Gemeinderat mit dem Thema.
Nach Auskunft von Verwaltungsleiter Georg Plankl soll die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde „Heilig Geist“ die Trägerschaft übernehmen, die am Schloßberg den Kindergarten und die Kinderkrippe „Regenbogen“ betreibt. Als Standort ist nach Plankls Worten ein Wiesen- und Waldbereich östlich der Kuglmoosstraße vorgesehen. Im sogenannten Spindlergraben und auf der angrenzenden Wiese hätten die Kinder viel Platz zum Toben und Spielen.
Wenige Gehminuten bis zum Kindergarten
Über den Willibaldshöhenweg gelangt man in wenigen Gehminuten zum Kindergarten „Regenbogen“ an der Schloßbergkuppe. Dort könnten die Kinder und ihre Erzieherinnen im Fall von Wetterextremen Unterschlupf finden. Außerdem wäre ein Besuch der Gruppen untereinander einfach möglich. „Wir haben vor, im Frühjahr 2020 mit dem Betrieb des Waldkindergartens zu beginnen“, so Plankl im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Vorausgesetzt, der Gemeinderat stimme zu und die Vorbereitungen liefen plangemäß.
Nach Aussage von Carina Forstner, die bei der Gemeinde Stephanskirchen für die Kindergärten und Krippen zuständig ist, gibt es bereits mehrere Interessenten für einen Platz in der Waldgruppe. „Wir werden aber nicht gleich mit der vollen Gruppenstärke von bis zu 25 Kindern starten, sondern zunächst nur 15 Kinder aufnehmen“, so Forstner. Der Betrieb müsse sich zunächst einspielen, und das sei mit einer reduzierten Gruppenstärke leichter möglich.
Insgesamt ist die Situation bei den Kindergartenplätzen in der Gemeinde nach wie vor angespannt. Der starke Zuzug von jungen Familien in den vergangenen Jahren mache sich bemerkbar, sagte Forstner. Die Planung des Bedarfs sei deshalb immer schwieriger geworden.
Derzeit stehen ihr zufolge 375 Kindergartenplätze zur Verfügung, dazu kommen noch 104 Krippenplätze. „Nach der Anmeldung im Frühjahr mussten wir knapp 30 Absagen verschicken“, so Forstner. Die allermeisten Kinder hätten vor Beginn des Betreuungsjahres im September aber noch einen Platz in einer anderen Gemeinde bekommen. „Das bietet sich manchmal sogar an, wenn berufstätige Eltern ihr Kind nahe der Arbeitsstätte unterbringen können.“