„Das Engagement der Menschen wird größer“

von Redaktion

Rekordradler bei Bürgerversammlung in Stephanskirchen geehrt

Stephanskirchen – Sichere und geräumte Radwege werden sehr viel mehr genutzt. Das zeigen nach Aussagen von Rainer Auer, Bürgermeister von Stephanskirchen, Studien in radfreundlichen Städten wie Kopenhagen. Frank Wiens, seit Mai dieses Jahres ehrenamtlicher Radverkehrsbeauftragter der Gemeinde, glaubt, das Thema Klimaschutz werde jetzt von den Menschen angenommen. Er sagte bei der Bürgerversammlung der Gemeinde Stephanskirchen: „Die Menschen möchten, dass nun Geld für das Rad ausgegeben wird.“ Dazu ist auch Auer bereit. Jedenfalls hat die SUR, also die Stadt und die Umkreisgemeinden von Rosenheim, einem Radschnellweg von Stephanskirchen bis Feldkirchen zugestimmt. Der Staat schießt 75 Prozent zu. Der nächste Schritt in der Vorplanung ist, eine konkrete Trasse zu finden.

Klage über
unklare Zuständigkeit

Wiens, der sich als Spange zwischen den Bürgern, der Verwaltung und dem Gemeinderat sieht, beklagt teils unklare Zuständigkeiten und bittet um Mithilfe und Anregungen der Stephanskirchener. Dabei ist er zuversichtlich: „Ich denke, das Engagement der Menschen verstärkt sich.“ Ohne großen Aufwand ließe sich zum Beispiel für den „Radentscheid Rosenheim“ unterschreiben, mit dem auf sicheres Radfahren in einem lückenlosen Radverkehrsnetz hinarbeitet. Die Menschen können sich auch für einen Newsletter anmelden und eine eigene Internetseite ist geplant. Wie viel Radfahren für die Umwelt bringt, haben die rund 130 Stephanskirchener bei der dreiwöchigen Aktion „Stadtradeln“ bewiesen. Ralf Sepper fuhr während dieser Zeit 1067 Kilometer mit dem Rad und sparte damit 150 Kilogramm Kohlendioxid ein, die er für die gleiche Strecke im Auto verbracht hätte. Sepper hält damit den Streckenrekord in diesem Jahr. Bei den Frauen saß Sabine Frimmer 848 Kilometer im Sattel und vermied dadurch 120 Kilo CO2. Die größte Gruppe stellte mit 46 Stramplern die Kita „Regenbogen“ mit Ulrike Demberger. Die Familie Schiller-Eckert-Hennings verzichtet grundsätzlich auf ein Auto und radelte zusammen rund 800 Kilometer. Für diese Tonnen an vermiedenem Treibhausgas CO2 erhielten die Rekordradler Urkunden.wsp

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