Lustiges Spiel um ein altes Klischee

von Redaktion

Theatergruppe der Jungbauernschaft zeigt mit viel Witz „Liebe und Blechschaden“

Stephanskirchen – Männer sind die besseren Autofahrer! Bei der Komödie „Liebe und Blechschaden“ dreht sich alles um dieses Klischee. Die Theatergruppe der Jungbauernschaft Stephanskirchen hat das klassische Bauernstück aus den 1970er-Jahren mit viel Liebe zum Detail auf die Bühne gebracht und überzeugte bei der gut besuchten Premiere im Saal des Gasthauses Antretter in Stephanskirchen mit Wortwitz und Spielfreude.

Vorlage kommt
von Hans Gnant

Amateurtheater greifen gerne auf die Vorlagen von Hans Gnant zurück. Aber auch professionelle Theater wissen sein Schreibtalent für sich zu nutzen. „Liebe und Blechschaden“ aus dem Jahr 1973 zählt zu den beliebtesten Stücken des im Jahr 2000 verstorbenen Österreichers. Der Komödienstadel führte es 1984 auf und noch heute wird diese Fassung immer wieder einmal gerne im Fernsehen ausgestrahlt.

Für Bernhard Stanek, der bei der Inszenierung der Theatergruppe der Jungbauernschaft Stephanskirchen Regie führte, liegt klar auf der Hand, warum „Liebe und Blechschaden“ nach wie vor so gut beim Publikum ankommt. „Gleich zu Beginn passiert auf der Bühne unglaublich viel. Da ist man sofort mittendrin in der Handlung. Danach wird dem Zuschauer in jedem Akt etwas Überraschendes geboten. Damit kommt zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf.“ Stanek lässt die Handlung in der Zeit spielen, in der das Stück geschrieben wurde. Kostüme und Bühnenbild entsprechen dem Zeitgeist und natürlich wird mit der guten alten D-Mark gezahlt.

Bauer Toni Hinterleitner (Rudi Durst) hütet seinen Mercedes wie seinen Augapfel und lässt darum nur sehr ungern Ehefrau Marianne (Magdalena Sandbichler) ans Steuer. Nur blöd, dass er es dann ist, der den teuren Mercedes an ein Verkehrsschild setzt, weil er von einem hübschen Hippie-Mädchen am Straßenrand (Anna Weber) kurz abgelenkt wird.

Mit seinem besten Freund Max Wieser (Gerhard Scheuerer) schmiedet er einen Plan, wie er aus dieser peinlichen Misere herauskommt, ohne seiner Frau Marianne die Wahrheit sagen zu müssen.

Diese holt, ohne den Blechschaden zu bemerken, ihre Schwester Gretl (Christine Zäch) vom Bahnhof ab. Nach einer Notbremsung glaubt nun sie, diesen Schaden verursacht zu haben und beauftragt Karosseriespengler Ferdl Hammerl (Sebastian Lechner) den Schaden über Nacht zu beheben, ohne dass ihr Mann davon Wind bekommt. Toni glaubt nun, er habe den Verstand verloren, als das Auto am nächsten Morgen wie neu in der Garage steht.

Danach nimmt die Handlung noch einmal deutlich an Fahrt auf: Das Hippie-Mädchen taucht im Hof der Hinterleitners auf und macht Sohn Bertl (Tobias Kloo) schöne Augen und dann verkündet Dorfratschn Barbara (Irmgard Bickel) auch noch, dass sich der Karosseriespengler das Leben genommen hat. Die Auflösung der Rätsel, die sich über die drei Akte hinweg aufbaut, überrascht kaum einen Zuschauer. Bei der Premiere aber konnte das Ensemble mit gutem schauspielerischem Können überzeugen. Auch Neuzugang Tobias Kloo meisterte seine Rolle mit Bravour. Dafür gab es begeisterten Applaus.

Weitere Aufführungen

Sechs weitere Mal ist der Bauernschwank „Liebe und Blechschaden“ im Gasthaus Antretter in Stephanskirchen zu sehen: Samstag, 2. November, Freitag, 8. November, Samstag, 9. November, Sonntag, 10. November, Freitag, 22. November, und Samstag, 23. November. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, die Sonntagsvorstellung beginnt um 18 Uhr.

Karten gibt es im SteWa-Markt Stephanskirchen unter Telefon 08036/306631 oder im Internet: www.theatergruppe-stephanskirchen. de.

Artikel 3 von 11