Kiefersfelden – So langsam neigt sich das Gartenjahr dem Ende zu, so auch beim Freundeskreis Kieferer Zwergbäumchen, eine noch junge Sparte beim Verein Heim und Garten.
So stand bei der letzten Zusammenkunft bei Freundeskreissprecher Manfred Grupp zunächst noch einmal das wichtige Umtopfen der Mini-Bäume im Vordergrund, um schon damit die Grundlage für die problemlose Überwinterung zu schaffen. Sowohl Eibe als auch Zuckerhutfichte und Lärche fanden nach genauem Procedere ihren Platz in den neuen Schalen mit frischer, selbst zusammengemischter Pflanzerde, die genau auf die Ansprüche der Bäumchen abgestimmt ist.
Geringe Gaben
von Bittersalz
Die Arbeit war mitunter schon etwas zeitaufwendig, mussten doch die feinen zarten Wurzeln erst von der alten Erde ganz vorsichtig befreit, gegebenenfalls beschnitten und dann in ihre neue Schale gepflanzt werden. Doch mit tatkräftiger Hilfe der Freundeskreis-Mitglieder war das nach geraumer Zeit bestens erledigt. Die organische Düngung der Bäume wird jetzt eingestellt, geringe Gaben von Bittersalz (Koniferen und Nadelbäume) sowie Kalium (Koniferen und Laubbäume) sind aber noch möglich, sie dienen praktisch als „Start-up“ für die Bäumchen im neuen Gartenjahr.
Und damit war es nun an der Tagesordnung, auf die Überwinterung der kleinen Unikate genauer einzugehen. Da die heimischen Gewächse überwiegend frostresistent sind, ist eine Überwinterung im Freien das probate Mittel. Ob nun im eigenen Garten oder einer Holz- oder Styroporkiste auf dem Balkon: alles eine Frage des Platzes und der Möglichkeiten des jeweiligen Besitzers. Bevor die kleinen Bäume im eigenen Garten in der Erde versenkt werden, gibt es allerdings noch so einiges zu beachten. Der empfindlichste Teil des Baumes ist die Wurzel, die auf Dauer nicht ungeschützt allzu hohen Minustemperaturen ausgesetzt sein sollte. Daher gräbt man sie im beginnenden Winter mit oder ohne Schale im Garten ein. Zu beachten ist, dass der Wurzelballen an einer schattigen Stelle möglichst tief (bis zum ersten Ast) in die Erde versenkt wird. Da das Bäumchen (ohne Schale) sofort mit der Umgebungserde Kontakt aufnimmt, die zumeist feucht ist, ist nur bei lang anhaltender Trockenheit Gießen angesagt. Steht jedoch kein Garten zur Verfügung, tut´s auch der Balkon oder eine schattige Stelle an einer tief gelegenen Stelle am Haus
Die Pflanzen werden in eine möglichst großen Kiste, die mit einem Gemisch aus Erde, Sand und anderen Zusätzen gefüllt ist, ebenfalls bis zum ersten Ast eingegraben. Keinesfalls zu vernachlässigen ist bei dieser Art der Überwinterung das regelmäßige, sparsame Gießen. Das Einwintern sollte spätestens nach dem Laubabwurf erfolgen, die Lärchen verlieren in etwa zeitgleich auch ihre Nadeln. Nun haben die kleinen Lieblinge erst mal eine längere Vegetationspause vor sich, in der nichts Wesentliches mehr geschieht.
Erst mit Anschwellen der Knospen und dem ersten zarten Grün, das sich bei den Lärchen zeigt, werden dann die Bäumchen aus ihrem Winterschutz befreit, gesäubert und möglichst schattig aufgestellt, der Frühling kann kommen. Werden all diese Punkte beachtet, gibt es weder bei Mensch noch Baum im Frühjahr ein böses Erwachen. Und auch die Mitglieder des Freundeskreises Kieferer Zwergbäumchen nehmen sich jetzt eine winterliche Auszeit.