Die ewige Suche nach Außerirdischen

von Redaktion

1300. Aufführung von „Da Himmegugga“ in Riedering – Neues Stück in Vorbereitung

Riedering – Am morgigen Donnerstag, 31. Oktober, spielt das Ensemble von Elfriede Ringsgwandl ihr Stück „Da Himmegugga“ zum 1300. Mal – und ein Ende des großen Erfolgs ist nicht abzusehen. Mit diesem Chiemgauer Theater-Klassiker begann 2006 eine neue Zeitrechnung für die Freunde des bayerischen Volkstheaters sowie für die unzähligen Fans, die mal mehr, mal weniger willig als Begleitung „mitgeschleppt“ worden waren und seitdem vom Theaterzelt in Riedering nicht mehr lassen können. Vier Stücke werden dort inzwischen gespielt, auf zwei Bühnen, jedes für Wochen im Voraus ausverkauft. Und die Besucher nehmen teils lange Wege auf sich, sie kommen längst nicht mehr nur aus Bayern.

Proben für neues
Stück laufen an

Für das fünfte Stück beginnen demnächst die Proben und damit geht sie weiter, die Erfolgsgeschichte um Elfriede Ringsgwandl: Autorin, Regisseurin, Mitspielerin und Chefin einer besonderen Truppe. Wenn in den Pausen-Gesprächen im Zelt das Stichwort „Himmegugga“ fällt, gibt’s bei den Besuchern oft leuchtende Augen. Die Geschichte vom skurrilen Erfinder auf dem Dorf, der mit seltsamen Geräten nach Außerirdischen forscht, um von ihnen den Sinn des Lebens zu erfahren, haben nicht wenige mehrfach gesehen, mit wechselnden Hauptdarstellern und Besetzungen. Von einem Rekordhalter ist die Rede, der soll schon über zehnmal dabei gewesen sein, natürlich auch bei der Premiere im alten, selbst gebauten Zelt auf der Wiese in Ecking.

Wer jetzt neugierig geworden ist, hat für die Jubiläums-Aufführung keine Chance mehr, sie ist längst ausverkauft. Aber „Da Himmegugga“ bleibt natürlich im Programm, ganz nach dem Motto der Ringsgwandl-Truppe: „Mir spuin, bis koana mehr kimmt!“

Und das kann noch eine ganze Weile dauern: Das Stück „Da Himmegugga“ ist eine der erstaunlichsten Erfolgsgeschichten unterm weiß-blauen Himmel. Elfriede Ringsgwandl, die früher mal Bäckerin war, aber das ist schon ewig her, hat es selber geschrieben. Ihre Kinder spielen mit, dazu auch Freunde und Bekannte. Ehemann Erwin, ein Schmiedmeister, der früher in einer Wiesnband gespielt hat, kümmert sich um Licht, Ton, Soundeffekte und was noch so anfällt.

Spezieller Humor
als Erfolgsgeheimnis

Tochter Maria, die im Stück die gleichnamige Tochter des Erfinders spielt, sieht neben dem bayerischen Dialekt vor allem den speziellen Humor als Erfolgsgeheimnis. Davon gibt es gleich zu Beginn eine Kostprobe: Der „Himmegugga“, gespielt von Sebastian Huber, einem Grafiker und Illustrator aus Breitbrunn, probiert am Anfang des Stücks seine absurden Erfindungen aus. Darunter sind die Spaghetti-Einziehmaschine, der Schützenscheiben-Treffertrichter und der automatische Rasierschaum- Barteinschäumer.

Dabei passiert immer wieder das eine oder andere Malheur. Da kann einem in der ersten Reihe schon mal ein Schwall Rasierschaum erwischen. Grad lustig ist das. Vor allem für das restliche Zelt.

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