Leserbrief zum Bericht über die Bürgermeisterwahl in Neubeuern im Lokalen:
Neubeuern war noch vor Jahren eine Vorzeigegemeinde. Probleme wurden erkannt, angepackt und zügig erledigt. Und jetzt? Bürgermeister und Gemeinderäte blockieren sich oft wegen Nebensächlichkeiten und „Rechthaberei“ gegenseitig. Auch erscheinen wir leider oft negativ in der örtlichen Presse. Die Weiterentwicklung der Marktgemeinde erleidet dadurch Schaden.
Es gäbe viel zu tun. Die Sanierung der Kläranlage zum Beispiel: Die Betriebsgenehmigung ist schon 2017 abgelaufen. Man diskutiert seit einigen Jahren. Es gibt laufend neue, teils irrwitzige, Ideen. Brandschutz und Rettungswege für Grund- und Mittelschule sowie für das Schwirtlichhaus am Marktplatz sind ebenfalls wichtige Themen.
Über einen dortigen Brandschutzplan mit neuen Fluchttreppen wird auch ewig diskutiert. Bis heute ist auch hier keine Entscheidung in Sicht. Gerade da es hier um die Sicherheit der Kinder geht, muss so ein Problem doch vorrangig angegangen und zügig gelöst werden.
Die Probleme häufen sich, es wird zu wenig entschieden. Diesen Entscheidungsstau sehe ich nicht zuletzt wegen meiner 25-jährigen Tätigkeit im Gemeinderat, davon 19 Jahre als Zweiter Bürgermeister, mit großer Sorge.
Mit dem Bürgermeisterkandidaten der Bürgernähe bin ich nicht einverstanden. Daher habe ich meine Mitgliedschaft bei der Bürgernähe, in der ich seit der Gründung Mitglied war, gekündigt.
Die Gemeinde Neubeuern hat das Glück, dass sie sehr gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter hat. Meiner Meinung nach braucht Neubeuern einen Neuanfang. Einen unbelasteten Bürgermeister mit einer kommunalen Fachausbildung.
Franz Steinkirchner
Neubeuern