Die Wunschliste ist lang

von Redaktion

Gemeinderat Frasdorf: Entwicklungskonzept 2030 ist fertig

Frasdorf – Es ist geschafft: Das Gemeindeentwicklungskonzept Frasdorf 2030 für die Gemeinde Frasdorf ist fertig! Bei der Gemeinderatssitzung stellten das Architekturbüro Dragomir Stadtplanung und Architekt Max Wüstinger dem Gremium das Konzept und das Ergebnis auf 80 Seiten vor. Die beiden Büros führten darin eine erste umfassende Bestandsanalyse, die erarbeiteten Zielvorgaben und die dazugehörigen Maßnahmen zur Umsetzung auf.

Ein lebendes
Dokument

Die beiden Gemeinderäte Lorenz Wollschlager und Gabi Stein zogen noch einmal ein Resümee der umfangreichen Arbeiten der letzten Jahre; sie stellten dem Gemeinderat die nächsten Schritte vor und die Möglichkeiten, wie diese zu organisieren sind. „Der Weg dazu war oft lang und zäh“, waren sich die beiden einig. „So ein Gemeindeentwicklungskonzept ist natürlich sehr umfassend und langfristig auf 20 bis 25 Jahre angelegt; aber auch ein lebendes Dokument. Es wird wohl auch nicht alles umgesetzt werden können; aber nur Maßnahmen, die formell in diesem Konzept enthalten sind, sind zukünftig förderfähig und das bis zur beachtlichen Höhe von 60 Prozent“.

Wollschlager und Stein erinnerten an die lange Vorgeschichte des Unternehmens „Frasdorf 2030“, von den ersten Besuchen und Gesprächen mit einigen Gemeinden, die bereits Erfahrungen mit Gemeindeentwicklung gemacht haben, bis hin zum gemeinsamen Besuch eines Gemeindeentwicklungsseminars.

Die Planungsarbeit begann mit einer Auftaktveranstaltung in der Lamstoahalle mit der Gründung von vier Arbeitskreisen. Unzählige Arbeitskreissitzungen, zwei mehrtägige Workshops und viele Termine des Lenkungsausschusses, bestehend aus Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller, Verwaltungsleiter Andreas Oppacher, Lorenz Wollschlager und Gabi Stein mit Fachplanern und Verwaltung folgten in den letzten Monaten und Jahren.

Wollschlager und Stein erklärten, dass die Vorbereitung mit der Ist-Analyse und der Zielentwicklung durch das Gemeindeentwicklungskonzept „Frasdorf 2030“ abgeschlossen sei; ein Maßnahmenkatalog dazu sei bereits erarbeitet und im Gemeindeentwicklungskonzept detailliert aufgeführt; damit sei die Arbeit der Arbeitskreise zunächst einmal getan und abgeschlossen. Der Lenkungsausschuss übergebe das Projekt jetzt an die Gemeinde, die in den kommenden Wochen und Monaten erste Maßnahmen auswählen und beschließen müsse. Die Entscheidung über die ausgewählten Maßnahmen und die Prioritäten setzen ausschließlich die Bürgermeisterin und der Gemeinderat fest. Für die Durchführung werden je nach dem Umfang der vorgesehenen Maßnahme Gemeinderäte, Arbeitskreise, Arbeitskreismitglieder, Bürger, Sachverständige und Fachleute beigeladen.

Als erste Maßnahme hat der Gemeinderat für die Jahre 2020 bis 2024 eine Wunschliste erstellt. Diese soll nach den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde abgearbeitet werden. Dabei geht die Gemeinde bei allen Arbeiten von einer 60-prozentigen Förderung aus. In den kommenden vier Jahren will Frasdorf alljährlich 150000 bis 200000 Euro Zuschüsse im Rahmen der Städtebauförderung anfordern.

Die Wunschliste des Gemeinderates ist lang. Sie umfasst unter anderem Toilettenanlagen dazu Radlständer an der Bushaltestelle/Kinderspielplatz und am Klettergarten, ein geändertes Straßenbeleuchtungskonzept mit LED, beginnend an der Hauptstraße und an der Westerndorfer Straße, eine Sanierung der Gehsteige entlang der Hauptstraße und der Simsseestraße und eine Sanierung der Umgebung der Pfarrkirche mit der Friedhofsmauer und der Schindeldeckung.

Mit all diesen Maßnahmen soll das Ortsbild aufgewertet werden, alle Planungen werden in den kommenden Jahren dem künftigen Gemeinderat einzeln zur Beratung und zum Beschluss vorgelegt.

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