Offene Kirche: paradiesisch guad

von Redaktion

Ungewöhnliche Aktion des Pfarrverbands in Bad Endorf findet großen Anklang

Bad Endorf – „Könnte die Kirche nicht länger so geschmückt sein?“ Diese Frage stellten die Besucher der Offenen Kirche in Bad Endorf den Veranstaltern rund um Gemeindereferentin Ursula Stacheder und Pastoralreferentin Maria Rößner immer wieder. Zeigte sich die Jakobuskirche doch einmal von einer ganz anderen Seite.

Dabei gab es Ecken und Plätze, die sich mit der Zerstörung der Schöpfung auseinandersetzten. Von Schockbildern von Müllbergen und Umweltverschmutzung über die Geschichte der letzten sieben Tage ging die Auseinandersetzung mit unserer Art zu leben hin zur Möglichkeit, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu errechnen.

An einem Seitenaltar konnten die Besucher in einem Barfußpfad für die Hände unterschiedliche Naturalien ertasten, darunter Blätter, Zapfen oder eine abgelegte Schlangenhaut. Gegenüber luden mehrere Spiegel dazu ein, sich selbst auch als Geschöpf Gottes wahrzunehmen, das liebens- und schützenswert ist.

Texte, Installationen, Bilder, Dinge zum Ausprobieren, Tipps zum Mitnehmen, Bastelangebote, Ruheplätze, Konfrontationen mit den Quellen des Lebens, den Gegensatz zwischen Paradies und Wegwerfgesellschaft – all das gab es an diesem Wochenende in der Offenen Kirche zu entdecken. Und die perfekte Umsetzung des Themas „Paradiesisch guad“ fand sich im Altarraum: Unzählige bunte Papiervögel flogen an einem Fischernetz über einem Paradies aus Gräsern und Blumen. Liegestühle luden dazwischen zum Verweilen, Nachdenken und Rasten ein. Kirchenmusikerin Judith Trifellner brillierte mit zwei Orgelstücken. Beeindruckt zeigten sich die Kindergartenkinder und Schulklassen, die noch zu Führungen und zum Basteln und Ausprobieren eingeladen waren.

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