Großkarolinenfeld – Mehr Bauland in der Gemeinde zu schaffen ist das Ziel des Bebauungsplanes Großkarolinenfeld-Ost. Das rund 25000 Quadratmeter große Gebiet zwischen Astern- und Krokusweg soll als Wohngebiet entwickelt werden. Dem Gemeinderat hat Planer Georg Schollerer vom Büro Roplan nun den Bauentwurf für die Erschließung vorgestellt. Für Bürgermeister Bernd Fessler ist es wichtig, bei der Erschließung an die Radlfahrer zu denken.
Wendekreis
mit neuem Radius
Die Bürgermeister.-Mertl-Straße wird dabei verlängert und mit einer fünf Meter breiten Fahrbahn aus Asphalt ausgebaut. Sie bekommt einen 1,80 Meter breiten Gehweg aus Betonpflaster. Der Veilchenweg wird mit einer Asphalt-Fahrbahn von 5,25 und 7,50 Metern verlängert.
Wechselseitige Seitenstreifen von 2,25 Metern Breite sind vorgesehen. Der Veilchenweg wird bis auf Höhe Filzenweg ausgebaut und endet dort in einem Wendekreis mit neun Metern Außenradius.
Der Durchgang zum Filzenweg ist nur für Fußgänger oder Radfahrer möglich und wird mit Pollern für Kfz gesperrt.
Die Querverbindung zwischen den Parallelstraßen ist teils verkehrsberuhigt, teils reiner Geh- und Radweg. Zwischen Astern- und Veilchenweg ist eine gemeinsame Asphaltfläche für alle Verkehrsteilnehmer von vier und sechs Metern Breite vorgesehen. Wechselseitige Stellplätze mit Rasenfugenpflaster und Baum- oder Pflanzinseln mit einer Breite von zwei Metern sorgen hier für eine Verkehrsberuhigung. Der Abschnitt zwischen Veilchenweg und Bürgermeister-Mertl-Straße ist für Kfz nicht befahrbar. Der reine Geh- und Radweg wird auf sechs Meter Breite mit Betonpflaster ausgebaut.
Bäume, Beleuchtung und Sitzmöglichkeiten sollen hier Aufenthaltsqualität schaffen. Zwischen der Bürgermeister-Mertl-Straße und dem Krokusweg ist eine verkehrsberuhigte Fläche aus Asphalt mit 4,50 und 7,50 Metern Breite angedacht. Wechselseitige Stellplätze, Baum- und Pflanzinseln sowie Bänke oder Steinblöcke zum Sitzen strukturieren den Weg. Vom Krokusweg zur Enzianstraße schließlich führt ein Geh- und Radweg von drei Metern Breite, der mit Pollern für Autos gesperrt ist. „Wir wollen bei der Erschließung an die Radlfahrer denken“, so Bürgermeister Bernd Fessler. Indem man kürzere Wege im Ort für Radler anbiete, könne man vielleicht dafür sorgen, dass die Menschen das Auto öfter stehen lassen.
Zufrieden zeigte sich Planer Schollerer mit der Kostenentwicklung. Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich demnach auf knappe 1,2 Millionen Euro reine Baukosten. Die Kostensteigerung zum Vorentwurf von 1,4 Prozent sei „vernachlässigbar“. Bürgermeister Fessler strebt einen Baubeginn im nächsten Jahr an. Die Gemeinde hat auf dem Baugebiet ein Areal gekauft, auf dem man sozialen Wohnungsbau entwickeln will.
Kompliziert ist die Abrechnung der Erschließungsanlage. Gemeinderätin Margarete Knorek von der Großkarolinenfelder Bürgervereinigung fragte, ob man nicht die gesamte Maßnahme als eine Anlage abrechnen könne.
Für die Anlieger
wird es teurer
Aktuell ist das Vorhaben als zwei Erschließungsanlagen geplant. Doch laut Bürgermeister Fessler sei das nicht möglich, schon wegen des Radweges dazwischen, der im Bebauungsplan so festgesetzt ist.
„Ja, es ist schwierig, jedem gerecht zu werden“, so Fessler. Da im Süden auf weniger Grundstücke mehr Straßenfläche kommt, wird es dort für die Anlieger wohl teurer. Laut Bürgermeister relativiere sich das aber, weil die Grundstückseigentümer im Norden noch für private Erschließungsmaßnahmen aufkommen müssten.
Einstimmig beschloss der Gemeinderat schließlich den Bauentwurf. Mit dem Bau könnte bereits Ende März begonnen werden, ein Bauabschluss wäre im November 2020 möglich.