Nachruf

von Redaktion

Halfing – Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde im Halfinger Friedhof der im Alter von 93 Jahren verstorbene Anton Aicher, Kiasn-Opa aus Mühldorf, zu Grabe getragen. Seine Kindheit verbrachte er mit seinen acht Geschwistern auf dem elterlichen Hof.

Nach der Halfinger Volksschule besuchte er ab 1938 das erzbischöfliche Studienseminar St. Michael in Traunstein mit dem Wunsch, Priester zu werden. Leider durchkreuzte der Zweite Weltkrieg diese Pläne und er wurde mit 17 Jahren zunächst Luftwaffenhelfer und später Gebirgspanzerjäger in Südfrankreich. Er geriet in Gefangenschaft, von der er 1946 nach Hause zurückkehrte.

Da zwei seiner Brüder im Krieg gefallen waren, übernahm er auf Wunsch des Vaters den elterlichen Hof, der 1964 als Aussiedlerhof nach Mühldorf erweitert wurde.

1959 schloss er mit seiner Frau Resi den Bund fürs Leben.

Es wurden ihnen elf Kinder geschenkt, ein Sohn verstarb jedoch bereits kurz nach der Geburt. Seine Familie mit den mittlerweile 30 Enkelkindern und elf Urenkeln war dem Done stets das wichtigste im Leben und er genoss ganz besonders jede gemeinsame Stunde im Familienrahmen.

Schwere Schicksalsschläge waren für ihn der Unfalltod des jüngsten Sohnes Seppi im Juni 1996 sowie der Tod des Sohnes Sebastian im vergangenen Jahr.

Kraft und Trost fand er jedoch immer wieder durch seinen tiefen Glauben sowie sein Vertrauen auf Gott und die Hilfe der Mutter Gottes, für die er auch stets mit seiner Frau für den Blumenschmuck in der Kirche sorgte.

Besondere Freude bereitete ihm die diamantene Hochzeit, die er mit seiner Frau und Familie noch heuer im Mai feiern konnte.

Daneben dachte er immer gerne an seine Audienz bei Papst Benedikt, mit dem er die Schule in Traunstein besuchte und mit dem er sich in einem persönlichen Gespräch an die gemeinsame Schulzeit erinnerte.

Auch im Halfinger Gemeinde- und Vereinsleben war er vielfältig engagiert. Bereits in jungen Jahren war er Vorstand der Landjugend und begeisterter Theaterspieler. Er war von 1960 bis 1966 Gemeinderat und drei Jahrzehnte lang Kassier bei der Halfinger Feuerwehr, die ihn zum Ehrenmitglied ernannte.

Nach einem von Pater Paul und Pater Georg Greimel aus Altötting feierlich gestalteten Gottesdienst erinnerten Zweite Bürgermeisterin Regina Braun, Erster Vorsitzender Hans Weiß von der Halfinger Feuerwehr, Martin Reif für die marianische Männerkongregation und Lorenz Kröll für die Mangfalltaler Jungbullen Erzeugergemeinschaft mit ehrenden Worten an das Wirken des Verstorbenen.

Auf seinem letzten Erdenweg begleiteten diesen die Fahnenabordnungen von Feuerwehr, Veteranenverein, Musik- und Gesangverein, Trachtenverein und der marianischen Männerkongregation. Kirchenchor und Blasmusik umrahmten Gottesdienst und Trauerfeier und Sohn Gottfried verabschiedete sich mit zwei Trompetensolos von seinem Vater.

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