Brannenburg. – Ideenreich gestaltete der Männergesangverein Brannenburg-Schloß unter Leitung von Erik Mack sein Repertoire als Veranstalter. Zur Begleitung spielte Mathias Dachauer am Klavier. Schlager wie den Eurovisionssong „Ein bisschen Frieden“ des Komponisten Ralph Siegel oder der Filmhit „Die Rose“ von Amanda McBroom wurden mit genauso feinem, sauberem Chorgesang wiedergegeben, wie das aus der Romantik stammende klassische Lied „Frisch gesungen“ von Friedrich Silcher. Dirigent Erik Mack hat die Leitung im Frühjahr übernommen und absolviert derzeit eine Chorleiterausbildung. Seine angewandte Methodik in der Probenarbeit hat die Leistung des Chores hörbar optimiert.
Zu Wort kam nun auch Moderator Sepp Kaffl, der mit lustigen Vierzeilern des Komikers Heinz Erhardt den Interpretenwechsel begleitete. Im Stile der Comedian Harmonists, einem international bekannten Vokalensemble, glänzten die Herren der Quintessenz aus Brannenburg zum Auftakt mit dem Lied „Irgendwo auf der Welt“.
Gepaart mit treffender Choreografie, entführten sie das Publikum nach Spanien und besangen die „Schöne Isabella von Kastilien“. Es folgte mit witzig, heiterem Text das Lied „In der Bar zum Krokodil am Nil“. Aber auch mit melodiösen Songs der Neuzeit, unter anderem mit „Yesterday“ von den Beatles, sangen sich die fünf Herren in die Herzen der Zuhörer und ernteten Applaus. In der Besetzung Harfe, Geige und Klarinette zeigten die drei Musikerinnen des Trios Sinhart aus Nußdorf ihr musisches Einfühlungsvermögen. Schwermütige Weisen voller Melancholie wechselten zu sinnlich, romantischen Melodien und endeten mit südamerikanischem Flair bei temperamentvollen Tangoklängen. Im Outfit der 1920er spielte die Klangbagasch mit viel Schwung quer durch alle Musikrichtungen. Mit dem „Tiger Rag“, einem Song des frühen Dixieland- Jazz von Nick LaRocca, brachten die fünf Musiker Stimmung in die Wendelsteinhalle. Es folgte ein Charleston, ein amerikanischer Gesellschaftstanz der 1920er-Jahre. Der Evergreen „Ganz Paris träumt von der Liebe“, die übersetzte Fassung des Cole-Porter-Songs „I Love Paris“ entführte die Zuhörer musikalisch an Frankreichs Seine-Metropole. Mit Gassenhauern wie „Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh’n“ sowie dem Schlager „Was machst du mit dem Knie lieber Hans beim Tanz“ beendete die umjubelte Klangbagasch das Herbstkonzert.