Schulweg soll sicherer werden

von Redaktion

Planungen für neue Bushaltestelle und Buswendeplatz in Tattenhausen/Thonbichl

Tattenhausen/Großkarolinenfeld – Der Schulweg ist für Kinder aus Thonbichl und Haslau bei Großkarolinenfeld jeden Tag eine Herausforderung. Ihre Bushaltestelle liegt an der viel befahrenen Staatsstraße 2080 und zudem auf der anderen Straßenseite. Auf der Strecke herrscht viel Verkehr, es gibt keinen Gehweg und die Kreuzung ist unübersichtlich.

400000 Euro
sind zu viel

Deswegen beschäftigt sich der Großkarolinenfelder Gemeinderat schon länger mit der Frage, wie man die Situation hier verbessern kann. Eine „große Lösung“ mit Gehweg und Querungshilfe hat das Gremium in seiner Sitzung im August aber verworfen, weil die Kosten von knapp 400000 Euro jeden Rahmen sprengten.

Eine günstigere Alternative, die dennoch die Schulwegsicherheit der Kinder gewährleisten soll, hat nun Planer Georg Schollerer vom Ingenieurbüro Roplan vorgestellt. Sie umfasst eine Bushaltestelle an der Tattenhausener Hauptstraße, Straßeneinbauten an der Mühlbachstraße und Buswendeplatz in Petzenbichl. Warum Petzenbichl? Dieser Vorschlag kam von Gemeinderatsmitglied Josef Lausch (GBV). Er hat angeboten, auf seinem Grundstück Fläche zur Verfügung zu stellen, um dort einen Wendehammer für den Bus einzurichten. Dann könnten die Kinder direkt in Petzenbichl abgeholt werden und müssten nicht über die Staatsstraße. Weil Schulbusse aber nicht rückwärts fahren dürfen, ist dafür eine Wendemöglichkeit nötig.

Die Planungen von Ingenieur Schollerer sehen nun eine klassische Buswendeschleife vor, die in die Hofzufahrt integriert wird. Sie soll mit einer kostengünstigen, einlagigen Asphaltschicht mit einer zehn zentimeter Trag- und Deckschicht ausgebaut werden. Nötig ist außerdem eine Aufweitung der Einmündung in die Staatsstraße. Weitere Maßnahmen sind eine Einengung in der Mühlbachstraße mit Buschbepflanzung vor dem Stopp-schild. Die genaue Platzierung soll vor Ort festgelegt werden. Außerdem ist in der Hauptstraße eine Bushaltestelle vorgesehen. Dafür müssten lediglich ein Schild und eine Hecke versetzt werden. Für alle Maßnahmen rechnet man mit rund 75000 Euro brutto Baukosten.

Im nächsten Mai oder Juni könnte mit den Bauarbeiten begonnen werden. Alle Gemeinderatsmitglieder sprachen sich für das Vorhaben aus.

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