Frasdorf – „Wir gedenken aller Toten, die in den Kriegen des letzten Jahrhunderts ums Leben gekommen sind“, erinnerte Pfarrer Paul Janßen in seiner Predigt beim Veteranenjahrtag des Krieger- und Reservistenvereins Frasdorf-Umrathshausen in der Kirche Heilig Blut in Umrathshausen.
Der Verein umfasst aktuell 154 Mitglieder. „Wir wollen die Verbundenheit der heutigen Generation mit den vermissten und gefallenen Gemeindebürgern über alle Generationen hinweg zum Ausdruck zu bringen“, so Vorstand Steinberger. „Unser besonderer Dank aber gilt den Angehörigen der Bundeswehr und den Reservisten, die unter Einsatz ihres Lebens durch ihren Dienst aktiv zum Erhalt des Friedens in unserer Zeit beitragen“. Es gelte, den 162-jährigen Krieger- und Reservistenverein Frasdorf-Umrathshausen auch in den kommenden Jahren so zu organisieren, dass die Lücken, die durch den Wegfall der Wehrpflicht und die damit fehlenden Reservisten anderweitig geschlossen werden könnten. Kassier Stephan Mentzel zeigte in seinem Bericht, dass der Verein für seine Aufgaben finanziell gut dasteht. Vorstand Steinberger bedankte sich bei der Musikkapelle Wildenwart für die stete Unterstützung. Bürgermeisterin Marianne Steindlmüller bedankte sich bei der Vorstandschaft für die geleistete Arbeit. Als Fahnenmutter habe sie ein ganz besonderes Verhältnis zum Frasdorfer Traditionsverein. Sie regte an, den Verein auch für Ungediente zu öffnen, so wie es beim Nachbarsverein von Wildenwart seit fast 100 Jahren üblich sei. Die beiden letzten Kriegsteilnehmer Sebastian Bauer und Horst Wagner – beide über 90 Jahre alt – seien mit einer solchen Öffnung sicherlich einverstanden. reh