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von Redaktion

Gemeinderat Amerang: Nächster Schritt beim Ausbau des Wegenetzes

Amerang – Das Radwegenetz in der Gemeinde Amerang soll weiter ausgebaut werden. Bürgermeister Gust Voit (CSU) berichtete dem Gemeinderat von einem Gespräch mit dem Tiefbauamt beim Landratsamt Rosenheim, das den Lückenschluss des Radweges von Murn nach Evenhausen befürwortet. Die Gemeinde hat dazu ein erstes Gespräch mit den betroffenen Grundanliegern geführt, die den Bau ebenso überwiegend positiv sehen. Allerdings wurde angeregt, den Radweg auf Höhe Locking auf der gegenüberliegenden Straßenseite und damit östlich des Straßenverlaufs fortzuführen.

Streckenverlauf westlich der Kreisstraße

Vonseiten des Tiefbauamtes wird in nächster Zeit ein Grunderwerbsplan erstellt. Dabei wird bisher davon ausgegangen, dass der gesamte Streckenverlauf westlich der Kreisstraße erfolgt. Nun soll geprüft werden, ob eine Querung möglich ist. Im Gemeinderat gab es dazu einige Bedenken in puncto Verkehrssicherheit.

Aufgrund der Anregung aus dem Anliegergespräch wird zudem geprüft, ob eine Querung auf Höhe Locking möglich ist und der Weg im Fortgang östlich geführt wird.

Im Zuge des Ortstermins wegen des Geh- und Radwegs Murn – Evenhausen wurde, laut Bürgermeister Voit auch ein möglicher Geh- und Radweg zwischen Amerang und der Gemeindegrenze Pittenhart besprochen. Bisher endet der Radweg in Lochen. Bürgermeister Voit warb für einen zuschussfähigen Anschluss an den Radweg, der von Lochen über Ellerding, Stacherding und oberhalb des Bergs Richtung Hamberg in den Bergweg münden und damit die Gemeinden Obing, Pittenhart und Amerang verbinden soll. Diese Streckenführung sei zwar nicht – wie vom Gemeinderat bemängelt – die direkte Verbindung, erfordere aber weniger Flächenverbrauch und sei schnell und kostengünstig zu realisieren. Radfahrer gelangten so sicher von Amerang nach Obing. Einige Räte, darunter Simon Strell und Rupert Rußwurm (beide CSU), befürchteten, dass die Radler den Umweg nicht fahren und stattdessen die Kreisstraße nutzen würden. Sie sprachen sich für die direkte Verbindung über Öd aus. Gust Voit erklärte, dass dies keine Lösung sei, weil im Ortsbereich Öd ein adäquates Grundstück fehle. Ein Radweg entlang der Kreisstraße sei nicht immer realisierbar. Hier biete sich eine Alternative, die schnell umzusetzen sei. Matthias Schmid, Konrad Linner (beide SPD) und Andreas Schauberger (ÖDP) unterstützten den Vorschlag Voits. Sie waren der Ansicht, dass man die Strecke über Öd zwar langfristig weiterverfolgen, aber zwischenzeitlich die vorgeschlagene Variante realisieren und die Zuschüsse ausnutzen solle.

Werner Fröwis (CSU) sagte, dass man wohl nie ausschließen könne, dass Radfahrer die direkte Verbindung nutzten. Erfahrungsgemäß folgten insbesondere Radwanderer aber den ausgeschilderten Wegen.

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