Trinkwasser ist wieder keimfrei

von Redaktion

Chlorung in Söchtenau wird am kommenden Montag eingestellt

Söchtenau – Vorbei ist es mit dem eigentümlichen Geschmack im Söchtenauer Trinkwasser: Laut Andreas Kremer, Vorsitzender der Wasserversorgungsgenossenschaft Söchtenau, wird am Montag, 11. November, das Chloren eingestellt. So wurde es mit dem Gesundheitsamt vereinbart. Anfang August stellte man im Leitungswasser in Söchtenau Keime fest, erklärt Kremer. Nachdem am 15. August (wir berichteten) die Abkochverfügung aufgehoben wurde, sei das Trinkwasser stetig gechlort worden.

Bauern tragen

keine Schuld

Wöchentlich wurden seit August Wasserproben entnommen, sagt Wasserwart Sebastian Riepertinger. Bei zwei Proben sei das Wasser bereits „absolut sauber“ gewesen. Aber „wie es der Teufel will“ habe man bei späteren Proben dann wieder einen Keim entdeckt, weshalb weiterhin gechlort werden musste. Die letzte Wasserprobe Anfang November war allerdings wieder einwandfrei, so Kremer. In den vergangenen Wochen habe die Wasserversorgungsgenossenschaft Söchtenau immer mal wieder Wasser von der Gemeinde Söchtenau bezogen. „Wir können uns gegenseitig aushelfen“, so Riepertinger. Die ganzen Jahre zuvor hat es mit dem Trinkwasser laut Riepertinger nie ein Problem gegeben. Wie die Verunreinigung des Wassers zustande gekommen ist, sei reine Spekulation. Seine Vermutung: Der Starkregen habe Schuld daran. Da sei möglicherweise was in die Quelle hineingeschwemmt worden, hält der Wasserwart für denkbar. Kremer betont, es liegen keinerlei Anzeichen vor, dass im Wasserschutzgebiet Gülle ausgefahren wurde. Schuld seien also keinesfalls Bauern, wie manche vermutet hätten, erklärt Kremer. Was letztlich zur Verunreinigung des Trinkwassers geführt habe, könne man nicht genau sagen. Seit August wurden einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen: Zum einen wurde eine Kamerabefahrung von der Quellfassung gemacht, zum anderen eine neue Leitung zum Pumphaus gelegt, sagt Kremer. Zusätzlich wurde in der UV-Anlage nochmals eine Sicherung eingebaut. Normalerweise hätten die Keime nicht ins Leitungsnetz kommen dürfen, klärt der Vorsitzende auf. Außer der „geschmacklichen Beeinträchtigung“ des Leitungswassers hatten die Bürger aber nichts zu befürchten, stellt Riepertinger klar. „Ärgerlich“ sei der Zustand trotzdem gewesen. Ab Montag können alle Bürger von Söchtenau wieder ungechlortes Wasser trinken.

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