Junges Dorf mit eigenem Kandidaten

von Redaktion

Florian Hörhammer greift nach dem Bürgermeisteramt – „Liste ist längst auf Augenhöhe mit etablierten Parteien“

Brannenburg – Ein klares Votum für die Bewerbung des amtierenden Zweiten Bürgermeisters Florian Hörhammer um das Amt des Gemeindeoberhaupts gab es in der Aufstellungsversammlung der Liste Junges Dorf Brannenburg.

Einstimmig bestätigten die 28 wahlberechtigten Brannenburger im Berggasthof Kraxenberger den Bewerber, der sich bereits seit 2008 im Gemeinderat engagiert.

Die Entwicklung der 2001 gegründeten Liste Junges Dorf Brannenburg sei eine Erfolgsstory, bilanzierte Hörhammer bei seinem kurzen Rückblick auf die Geschichte und man sei unbestritten längst auf Augenhöhe mit den etablierten Parteien und Wählervereinigungen angekommen.

Ruf nach Baugebiet

für Einheimische

„Die Legislaturperiode mag zwar mit der Wahl im März 2020 enden, dennoch bleiben einige wichtige Punkte noch offen, die auch das nächste Gemeinderatsgremium schwer beschäftigen werden“, betonte der 53-jährige Brandoberinspektor und Pressesprecher der Berufsfeuerwehr München.

Konkret nannte er die seit längerer Zeit bestehenden Pläne, die Rosenheimer Straße attraktiver zu gestalten, dort für mehr Aufenthaltsqualität zu sorgen und damit den Einzelhandel zu fördern.

Dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, scheiterte bislang an den verschiedensten Ursachen, welche beseitigt werden müssten, um ein Vorankommen zu ermöglichen.

Der neue Ortsteil Sägmühle wirke zwar nach außen hin annähernd fertig, sei es aber definitiv noch nicht, so Hörhammer. Die zwischen dem Sportgelände und der Wohnbebauung klaffende große Lücke müsse sehr behutsam und sinnvoll geschlossen werden. Hierzu werde der neue Gemeinderat gefragt sein, ein vorschnelles Handeln wäre allerdings fatal.

An der vom amtierenden Gemeinderat beauftragten Neuaufstellung eines Flächennutzungsplans müsse auch in der nächsten Legislaturperiode intensiv und für alle Bürger verträglich weitergearbeitet werden, unterstrich Hörhammer. Unter Umständen wäre dann auch endlich ein Baugebiet für Einheimische möglich.

Als sehr heikel bezeichnete Hörhammer das Thema Nordzulauf zum Brennerbasistunnel.

Die Umsetzung dieses Projekts sei unzweifelhaft: Damit es zu keinem „Super-GAU für die Inntalgemeinden, insbesondere für Brannenburg“ komme, müsse auch weiterhin die Möglichkeit des Dialoges bestehen.

Vehement sprach sich Hörhammer gegen die Variante aus, die eine Verlegung des Brannenburger Bahnhofs in Richtung Osten beinhalte: „Wir haben eine geniale Infrastruktur, die lassen wir uns nicht kaputtmachen.“

Die anschließende Wahl der Bewerber für den Gemeinderat leitete der scheidende Gemeinderat Gottfried Brandner. Nach einer Vorstellungsrunde der 13 Bewerberinnen und Bewerber wurden in geheimer Wahl die Listenposition 1 für den Bürgermeisterkandidaten, die Positionen der Gemeinderatskandidaten auf der Liste sowie die Mehrfachnennungen festgelegt.

Florian Hörhammer bedankte sich bei den Bewerbern für deren Bereitschaft, sich für eines der wichtigsten Ämter in der kommunalen Selbstverwaltung zur Verfügung zu stellen. „Wir sind eine parteifreie, unabhängige Wählervereinigung. Jeder kann hier seine Meinung selbst vertreten und ohne Fraktionszwang abstimmen, das macht uns so besonders! Ich freue mich sehr, mit Euch das Rennen bestreiten zu dürfen!“, unterstrich Bürgermeisterkandidat Hörhammer zum Ende der Aufstellungsversammlung. mc

Die Liste Junges Dorf

Einstimmig votierten die 28 wahlberechtigten Brannenburger für Florian Hörhammer (53 Jahre, Brandoberinspektor und Pressesprecher der Berufsfeuerwehr München) als Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters. Hinter ihm belegen die Bewerber Stefanie Mikesch (39 Jahre, Dipl-Ing. Bauingenieurin, Gemeinderätin), Christian Zweckstätter (43, Maschinenbauschlosser), Simon Faltner (46, Küchenleiter), Korbinian Huber (29, Landwirtschaftsmeister), Sebastian Trinkl (45, staatlich geprüfter Holztechniker, Gemeinderat), Andre Bachmann (50, Geschäftsführer), Martin Berger (27, Projektleiter im Holzbau), Thomas Unger (53, Gästehausleiter), Andrea Feigl (43, Physiotherapeutin), Florian Grimmeisen (45, Brandoberinspektor), Matthias Horne (39, Abwassermeister) und Diana Fuchs (39, Übungsleiterin) die weiteren Listenplätze für den Gemeinderat.

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