Leserforum

Emotionen weglassen

von Redaktion

Zur aktuellen Berichterstattung im Lokalteil:

In Neubeuern hat der Wahlkampf durch die vorgezogenen Wahlen früher als andernorts im Landkreis begonnen. Die Parteien haben ihre Kandidaten aufgestellt und einige Parteien nach den Querelen der letzten Amtszeiten zum Wohl der Gemeinde auf einen eigenen Kandidaten verzichtet.

Christoph Schneider, ein junger und unabhängiger Kandidat, betreibt einen modernen, kompetenten und bürgernahen Wahlkampf. Er sucht die Nähe der Neubeurer Bürger in Nachbarschafts- und Stammtischgesprächen, aber auch durch Flyer und Zeitungen, die seine Vorstellungen für die Zukunft Neubeuerns zielgerichtet und sachlich widerspiegeln. Einer seiner Gegenkandidaten, Hubert Lingweiler, geht einen ähnlichen Weg und veranstaltet Informationsabende zu aktuellen Themen.

Einen anderen Weg geht die „Beurer Bürgernähe“, die in den letzten Jahren den Ersten, Zweiten und nun auch Dritten Bürgermeister stellte und mit fünf Gemeinderäten das politische Geschehen in der Gemeinde im Wesentlichen bestimmt hat. Die Bürgernähe veranstaltet keine öffentlichen Wahlveranstaltungen.

Keiner der drei zur Wahl stehenden Bürgermeisterkandidaten stammt aus Neubeuern. Der Slogan „Ein Neubeurer für Neubeuern“, den sich die Beurer Bürgernähe zu eigen gemacht hat, passt auf keinen der Kandidaten.

Es ist nicht wichtig, ob jemand in Neubeuern geboren, aufgewachsen ist oder hier wohnt, sondern bei einer solch wichtigen Wahl müssen die fachlichen und menschlichen Qualitäten der drei Kandidaten ausschlaggebend sein. Ich hoffe, dass sich die Bürgerinnen und Bürger bei der anstehenden Wahl über die Qualitäten der Kandidaten informieren und sich in der Wahlkabine nicht emotional leiten lassen. Es stehen viele große und anspruchsvolle Projekte in Neubeuern an, eine emotionale Wahl nach Kriterien wie „zu jung“ oder „zu fremd“ darf es nicht geben. Ich bitte deshalb alle Wählerinnen und Wähler, ein persönliches Gespräch mit den Kandidaten zu suchen, um sich selber einen Eindruck über die Herren zu machen.

Martin Collin

Neubeuern

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