Millionen gegen das dreckige Wasser

von Redaktion

Bürgerversammlung Themen von Kläranlage bis Blumenbeet in Neubeuern

Neubeuern – Der Zweite Bürgermeister Martin Schmid informierte bei der Bürgerversammlung und der Seniorenbürgerversammlung ausführlich über die Belange der Marktgemeinde.

Der Haushaltsplan 2019 für die knapp 4500 Einwohner große Gemeinde hat ein Gesamtvolumen von rund 12,6 Millionen Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen betrugen 2,25 Millionen Euro, aus der Einkommensteuer flossen der Marktgemeinde 3,1 Millionen Euro zu.

3,5 Millionen Euro waren heuer für Investitionen vorgesehen. Die größten Summen: die Planungskosten für den Klärwerksumbau der Phasen II bis V mit 385000 Euro und die Restzahlung für die Kanalisation Bereich Nord mit 410000 Euro. Die Notstromversorgung wurde vorerst zurückgestellt, weil die Kostenangebote den veranschlagten Betrag weit überstiegen. Auch das geplante Behinderten-WC und die Rollstuhlrampe wurden noch nicht gebaut. Das soll erst im Rahmen der geplanten Friedhofserweiterung erfolgen.

In der Vorschau auf das Jahr 2020 wies Martin Schmid darauf hin, dass es für den Breitbandausbau 80 Prozent Förderung für den Anschluss der Gebiete Saxenkam, Entleiten, Mitterau, Niederau, Oberau, Schlecht, Sondert, Sollach Nockl, Freibichl, Wieslering, und Kieswerk gibt. Der Vertrag mit der Telekom ist bereits unterzeichnet.

Die Bauanträge der Brandschutzsanierungen der Hohenau-Schule wurden dem Gemeinderat in seiner Sitzung im November 2018 vorgelegt und im April 2019 durch das Landratsamt Rosenheim genehmigt. In den Sommerferien 2019 wurden die Fundamente für die Fluchttreppen errichtet. Als erste Maßnahme im Innenbereich wurden die Deckenplatten entfernt.

Die Bauanträge zur Nutzungsänderung des Schwirtlich-Hauses hat das Landratsamt Rosenheim im August genehmigt. Die erforderlichen Maßnahmen werden laut Schmid gemäß dem Brandschutzkonzept umgesetzt.

Blumenbeete
am Marktplatz

Beim Klärwerk hat der Gemeinderat im April dem Bauentwurf des Büros Dippold und Gerold zugestimmt. Geschätzte Kosten 5,4 Millionen Euro. Der Bauentwurf wurde den Aufsichtsbehörden vorgelegt. Die Gemeinde erwartet in Kürze eine Aussage des Wasserwirtschaftsamtes zum Abwasserbeseitigungskonzept. Parallel hat der Marktgemeinderat entschieden, eine interkommunale Lösung vom Ingenieurbüro überprüfen zu lassen, welche eine Abwasserbeseitigung in der Kläranlage Rosenheim vorsieht, um sich für die für die Gemeinde wirtschaftlichste Lösung entscheiden zu können. Auch hier erwartet die Marktgemeinde in Kürze ein Ergebnis. Bis zur endgültigen Entscheidung hat das Landratsamt Rosenheim eine gehobene wasserrechtliche Erlaubnis bis Ende 2020 erteilt, die für jedes weitere Jahr erneuert werden muss.

In der Diskussionsrunde stellte Heinz Baumgartner die Frage, warum man den Bau des Klärwerks nicht zurückstellen sollte, wenn die Bahn es dann beim Bau der blauen Trasse womöglich doch verlegen müsste. Schmid erwiderte darauf, dass die Bahn dann die Kosten übernehmen müsse. Der Bahn wäre es egal, ob das Klärwerk saniert oder neu gebaut sei.

Franz Steinkirchner stellte offiziell den Antrag an den Marktgemeinderat, dass die im Frühjahr auf Anordnung des Zweiten Bürgermeisters Martin Schmid entfernten Blumenbeete im Marktplatz wieder hergestellt werden sollen. Zudem verwies er auf den schlechten Zustand des Gehweges vor dem Münchner Tor. Schmid sagte zu, sich darum zu kümmern.

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