Kiefersfelden – Gut gefüllt war die Pfarrkirche Heilig Kreuz, in der der langjährige Pastoralreferent Helmut Schneider am vergangenen Samstag sein letztes „Kirchenwort“ sprach. Pfarrer Hans Huber, die Padres Matthäus und Raoul und viele Kirchenbesucher wollten mit dem „Dankgottesdienst“ dem zum Ende des Monats Scheidenden ihre Wertschätzung ausdrücken. Pfarrer Huber reflektierte noch einmal kurz das außergewöhnliche, 17-jährige Wirken des Pastoralreferenten Schneider, „der hat sich eingebracht mit all seinen Gaben und Stärken und er hat allen geholfen, die zu ihm gekommen sind“.
„Es war eine
schöne Arbeit“
Danach sprach Helmut Schneider im Rahmen des Gottesdienstes wie gewohnt das „Kirchenwort“ und mit musikalischer Umrahmung durch den Kieferer Kirchenchor und dem Segen für alle Besucher durch Pfarrer Hans Huber endete die heilige Messe.
Bei der anschließenden offiziellen Verabschiedung im nahen Pfarrheim mit vielen Ehrengästen, wie Bürgermeister Hajo Gruber und dem langjährigen Kieferer Pfarrer Franz Leitner, verglich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Florian Larcher die Arbeit des Pastoralreferenten Helmut Schneider „mit einem Rahmen, der viele viele Jahre umfasst und genau gepasst hat“. Nicht nur für ihn hat Helmut Schneider „das kirchliche Leben im Dorf jahrelang entscheidend mitgestaltet. Er war ein Kümmerer, der für jeden ein offenes Ohr hatte“, so Larcher weiter und er dankte dem baldigen Ruheständler für sein umfassendes Engagement, das nahezu alle Aspekte des kirchlichen, sozialen und kommunalen Lebens umfasste, „er war hier immer präsent“ und mit „Gottes Segen“ entließ er ihn „in den wohlverdienten Ruhestand“.
Obwohl Pfarrer Hans Huber „nur relativ kurz“ mit Helmut Schneider „zusammengearbeitet“ hat, lobte auch er diese außergewöhnliche Bereitschaft zur Seelsorge. „Trotz verschiedener Zeiträume und unterschiedlichster Themengebiete hat der Pastoralreferent „alles perfekt geschultert, mit besten Referenzen. Dein Umgang mit dem Kirchenverband Kiefersfelden, Ober- und Niederaudorf sowie mit den Gläubigen und Notleidenden war beispielhaft und wir werden das Schöne und Wertvolle in guter Erinnerung behalten“. Pfarrer Huber ist sich sicher, dass Schneider „einen wesentlichen Anteil daran hatte, dass das pfarrliche Leben hier so reibungslos verlief. Hunderte von Dingen waren zu regeln, er kümmerte sich um die Details, organisierte Treffen, Prozessionen und Feste und war verantwortlicher Leiter im Pfarrbrief-Team. Dazu begleitete er als Dekanatsbeauftragter der Notfallseelsorge Opfer und Betroffene von Unfällen und anderen schlimmen Vorfällen.
Mit einem einfachen, aber herzlichen „Vergelt`s Gott“ nahm auch Huber dann Abschied von seinem leitenden Mitarbeiter. Bürgermeister Hajo Gruber hatte bei seinem Amtsantritt vor über fünf Jahren „schnell festgestellt, dass im Dorf sehr guter Geist herrscht. Und das hat auch mit der Person Helmut Schneider und seinem nicht unwesentlichen, positiven Einfluss auf viele Dinge hier im Dorf zu tun“. Viele weitere dankende und lobende Worte wurden gesprochen, die den angehenden Ruheständler sichtlich bewegten und zu denen er sich dann auch äußerte. „Vor 17 Jahren hat das alles hier angefangen. Für mich war das eine schöne Arbeit mit verschiedenen Priestern und Padres und vielen geschätzten Kolleginnen und Kollegen. Unser gutes Verständnis untereinander war die Grundlage für die lange Arbeit, die ich immer gerne gemacht habe.“ Diese endet nun am 30. November, „aber ich bin nicht aus der Welt und sehr zuversichtlich“, so sein Abschiedsgruß an die Versammelten.