20000 Euro für Sperrmüll

von Redaktion

Hauptausschuss Stephanskirchen verlängert Gutscheinausgabe

Stephanskirchen – Sperrmüll kostenlos entsorgen, zumindest einen Viertelkubikmeter pro Jahr, das finanziert die Gemeinde Stephanskirchen ihren Bürgern seit 2009. Und tut es auch im kommenden Jahr. Das beschloss der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

782 Sperrmüllgutscheine waren es im Premierenjahr, die die Stephanskirchener einlösten. Bis 2015 stieg die Zahl bis auf 2103 Gutscheine an. Seitdem sinken die Zahlen leicht. 1905 waren es 2018, 1690 bisher im laufenden Jahr. Selbst zu Spitzenzeiten löste nicht einmal die Hälfte der Haushalte ihren Gutschein ein.

Etwa 5000 Gutscheine verschickt die Gemeindeverwaltung jedes Jahr. Würden sie alle eingelöst, betrügen die Kosten etwa 30000 Euro pro Jahr. In den letzten vier Jahren schwankte die Summe zwischen gut 14000 und knapp 16000 Euro.

Die Sperrmüllgutscheine sind eine freiwillige Leistung der Gemeinde, 20000 Euro sind dafür üblicherweise im Gemeindehaushalt angesetzt. Die finanzielle Lage der Gemeinde sei dergestalt, dass der Sperrmüllgutschein auch 2020 gewährt werden könne, so der Beschlussvorschlag der Gemeindeverwaltung.

Aktuell war das Thema jetzt schon, weil sich zum Jahreswechsel die Portokosten deutlich ändern: Dann kostet der Versand nicht mehr 28 Cent pro Gutschein, sondern 80 Cent. Also will die Verwaltung die etwa 5000 Gutscheine zwischen Weihnachten und Silvester verschicken.

Es gab kurze Gedankenspiele, wie im Jahr darauf die Verteilung geregelt werden könnte, dann fand der Haupt- und Finanzausschuss aber doch, die Frage könne man den Nachfolgern überlassen. Jetzt stimmten die Kommunalpolitiker erst einmal einmütig für die Gewährung des Sperrmüllgutscheins für das Jahr 2020. Kämmerer Philipp Brück wird 20000 Euro im Haushalt einplanen. Bei der Haushaltsstelle 7200.7181, um genau zu sein.syl

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