Eggstätt – Soll der private Musikunterricht von der Gemeinde Eggstätt bezuschusst werden? Den Antrag hierzu hatte ein Musikerehepaar aus Eggstätt an den Gemeinderat gestellt, der aber die Klärung dieser Frage auf eine der kommenden Sitzungen verschob.
Bürgermeister Hans Schartner (Überparteiliche Wählergemeinschaft, ÜWG) hatte vorab den Antrag verlesen, in dem im Gemeindeblatt nachgefragt wird, warum Musikunterricht in Eggstätt für Eggstätter Kinder mit zehn Prozent, der Besuch der Musikschule Prien aber mit 20 Prozent bezuschusst werde.
Die Antragsteller, beide ausgebildete Musiker, baten um Auskunft, wie sich die Differenzierung in der Unterstützung begründet und warum der qualifizierte Unterricht am Ort nicht gefördert werde.
Stephan Fronhöfer (Freie Bürger Eggstätts e.V., FEB) hakte nach, ob die Musiklehrer an der Musikschule Prien ehrenamtlich arbeiten. Eine Frage, die Bürgermeister Schartner sofort verneinte. Fronhöfer und sein Fraktionskollege Thomas Nitzinger befürworteten einen Angleich der Zuschüsse. Das müsse „Eins zu eins an die Kinder weitergegeben werden“, so Nitzinger.
Geschäftsleiter Hans-Joachim Kaiser erklärte, dass die Gemeinde seit gut zehn Jahren Zuschüsse für den Besuch der Musikschule mit durchschnittlich 20 Prozent für die bei der Gemeinde namentlich bekannten Eggstätter Kinder bewilligt habe.
Laut Peter Fenzl (CSU) gewährten die Gemeinden Prien und Grassau ortsansässigen Kindern einen Zuschuss in Höhe von 25 beziehungsweise 30 Prozent. Thomas Nitzinger wandte ein, dass er die Diskrepanz zwischen lokaler und Priener Musikschule in der unterschiedlichen Zahlenangabe vermute. Bei der Musikschule Prien handele es sich seiner Meinung nach um den Zuschuss in Euro-Angabe, der später in Prozent umgerechnet wurde. Er fordere deshalb einen einheitlichen Fördersatz und eine Einsichtnahme in die Gebührensatzung einzelner Musikschulen. Hans Plank (CSU) meinte: „Wir fördern alle Kinder, egal wo.“ Denn Hauptsache sei, dass sie ein Instrument lernen.
Maximalbetrag
anstreben
Christian Glas (FBE) äußerte sich ähnlich und stellte drei Forderungen auf. Notwendig seien ein einheitliches Vorgehen, ein zu fördernder Maximalbetrag sowie die Bevorzugung Eggstätter Musikangebote.
Nitzinger schloss sich den Forderungen einer Deckelung und einer einheitlichen Gebührenordnung an. Bürgermeister Schartner stellte daraufhin den Beschlussvorschlag in den Raum, den Antrag zurückzustellen, dem die Gemeinderäte sich ohne Gegenstimme anschlossen.