Bad Endorf – „Das Katharinenheim ist für die Gemeinde in jeder Hinsicht ein wichtiger Partner und muss als solcher behandelt werden“. Dies ist eine Überzeugung, die Bad Endorfer Gemeinderäte über alle Fraktionen hinweg teilen und das wurde auch auf der letzten Gemeinderatssitzung noch einmal deutlich.
Haltung schafft
Probleme
Doch genau diese Haltung schafft derzeit ein Problem: Wie umgehen mit dem Wunsch des Katharinenheims, die gerade in Planung befindliche neue Großküche am nordwestlichen Ende des Katharinenheim-Areals anzusiedeln? Denn in der Nähe dieses Bereiches wird auch der zukünftige neue Kindergarten gebaut werden. Eine Großküche aber schafft An- und Ablieferverkehr, und der würde sich auf einem Fahrweg abspielen, der die Grünfläche zwischen dem bestehenden und dem neu geplanten Kindergarten trennt. Ein besonderes Kennzeichen der Kindergartenplanung war aber von Anfang an gerade diese Fläche gewesen, die unbeeinträchtigt von jedem Autoverkehr für beide Kindergärten „frei bespielbar“ sein sollte.
Bürgermeisterin Doris Laban (ABE) warb in der Sitzung dafür, die beabsichtigte Erstellung eines Bauleitplanes für dieses Areal faktisch etwas zurückzustellen, bis ein Konsens über den Küchenstandort und seine Gestaltung erzielt sei. Diese Übereinstimmung sollte ihrer Meinung nach durch ein Fortführen bereits begonnener Gespräche zwischen Verwaltung und Katharinenheim erzielt werden. Teil dieser Gespräche sollte auch weiterhin die Diskussion über einen Alternativstandort am südwestlichen Ende des Areals sein. Dort könnte ein Grundstück, das bislang für Wohnungsbau angedacht war, an das Katharinenheim veräußert werden. Die Großküche käme damit in einen Bereich, in dem ihre Zu- und Abfahrtswege nicht mehr mit den beiden Kindergärten in Konflikt geraten könnten. Sinnvoll, so die Bürgermeisterin, wäre dabei die kurzfristige Einrichtung einer Gemeinderatswerkstatt, um neben den bislang an den Gesprächen Beteiligten auch den Gemeinderat so schnell wie möglich mit an den Tisch zu bringen.
Die Gemeinderäte zeigten sich mit diesem Vorschlag jedoch nicht einverstanden. Bei dieser Vorgehensweise sei es ja immer noch möglich, dass das Katharinenheim am Ende den jetzt ins Auge gefassten Standort nach wie vor für den optimalen halte. Genau dieser Standort sei aber für den Gemeinderat definitiv nicht tragbar, eine Haltung, die sich im Verlauf der Gemeinderatssitzung ganz offensichtlich noch einmal weiter verfestigte.
Alternative
vorgestellt
Die Forderung des Gemeinderates deshalb: Die Verwaltung müsse das Katharinenheim über diese Tatsache sofort und eindeutig informieren, gleichzeitig sei als Alternative das Grundstück an der südwestlichen Ecke nicht nur vorzuschlagen, sondern mit konkreten Zahlen unterlegt anzubieten: Das Katharinenheim brauche Planungssicherheit. Es müsse deshalb auf jeden Fall vermieden werden, dass vonseiten des Katharinenheims Zeit und Geld in eine Planung der Küche auf einem Standort investiert werde, von dem jetzt schon klar sei, dass er vom Gemeinderat nicht akzeptiert werden würde. Ziel sei es vielmehr, den alternativen Standort so anzubieten und auszuweisen, dass er für das Katharinenheim eine tatsächlich rundum taugliche Alternative darstelle. Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung sind unterdessen entsprechende Gespräche mit dem Katharinenheim bereits aufgenommen worden.