Zum Bericht „1200 Lkws fahren gefühlt durch die Küche“ im Lokalteil.
Es kam so, wie es kommen musste: Was die Anwohner entlang der Vogtareuther Straße befürchtet und seit zwei Jahren vorausgesagt haben, betrifft nun logischerweise auch die Ortschaften Lack, Lochen und Niedernburg etc.
Der Schwerlastverkehr insbesondere der ausländischen Spediteure nimmt nachweislich vehement zu – belastet und zerstört die Staatsstraße. Dass sich nun die Betroffenen zur Wehr setzen, ist vollkommen richtig und gehört tatkräftig unterstützt. Und zwar bevor sich ein größeres Unglück ereignet.
Grotesk und geradezu unverschämt, sind die in dem Bericht angesprochenen unrichtigen Kommentare der zuständigen Behörden – sprich Landrats- und Straßenbauamt. Natürlich wird der Verkehr mehr, die steigenden Zahlen sind Fakt. Dem Landtagsabgeordneten ist es offensichtlich wichtiger, permanent und dauerlächelnd bei irgendwelchen Veranstaltungen abgebildet zu werden, anstatt hier aktiv für seine Wähler einzutreten. Gesamthaft entsteht hier der Eindruck mangelnder Kompetenz, Hilf- und Interessenlosigkeit. Die einst sinnlose Entscheidung zur Kraglinger Spange bestätigt das ganze Verhalten.
Die einzige, richtige Maßnahme ist der sehr gute und praktikable Hinweis seitens des Geschäftsführers der Gemeinde Schloßberg-Stephanskirchen, den auswärtigen Lkw-Verkehr über die Bundesstraßen direkt auf die Autobahn zu leiten. Das wiederum sollte mit gutem Willen machbar sein !
Damit könnte sich der Landtagsabgeordnete profilieren und sich seines Amtes würdig erweisen. Dass sich nun auch der Bürgermeister und Landrat-Kandidat der Gemeinde Schloßberg-Stephanskirchen wieder meldet, ist zwar schön, aber zwei Jahre zu spät: Permanent und immer wieder haben wir auf die Verkehrsproblematik im Rahmen der Vorplanung zur Kraglinger Spange hingewiesen – interessiert hat es Wenige. Im Gegenteil – das Verkehrs-Chaos Richtung Schloßberg – weiterführend Stadtmitte oder Umgehung ist noch größer geworden, wie die letzten Berichte im OVB bestätigen.
Es ist an der Zeit, hier schnellstmöglich tätig zu werden und insbesondere die Mautpreller abzuleiten. Das Treffen dazu ist offensichtlich fixiert – man darf gespannt sein, was an effektiven Maßnahmen durch das Kompetenz-Team samt Landtagsabgeordneten beschlossen wird. Sinn würde machen, die Anwohner mit einzuladen.
Allen betroffenen Bürger entlang der Staatsstraße Vogtareuth Richtung Rosenheim ist eine möglichst optimale Lösung zu wünschen – so, wie jetzt kann es auf keinen Fall weitergehen.
Rudi Seifert
Stephanskirchen