Aschau – Andächtig still war es in der voll besetzten und abgedunkelten Aschauer Pfarrkirche, als Quintolamina, ein Bläserquintett der Musikhochschule München, das Adventskonzert eröffnete. Zu den Bläserklängen zogen feierlich Pfarrer Paul Janßen und Pastoralkursassistent Josef Schmid mit Kerzen in die Kirche ein. Es folgte ein gesungener Lichthymnus, ehe nach einem Gebet die erste Kerze am Adventskranz angezündet wurde. Die Rimstinger Sänger, erstmals in neuer Besetzung, überzeugten mit ihrem kraftvollen Gesang.
Begleitet wurden sie von Peter Anderl, der den Abend zudem noch als Zithersolist bereicherte. Ihr Debüt beim Adventssingen gaben die beiden Schwestern Marina und Stefanie Sattlberger vom Samerberg. Mit ihren klaren Stimmen begeisterten sie das Publikum. Mit viel musikalischem Feingefühl fungierte Sepp Schlemer junior am chromatischen Akkordeon nicht nur als Liedbegleiter, sondern auch als Solist. Beim Stück „Menuett der Freundschaft“ von Hans Wiesholzer, begleitet von Stefanie Sattlberger an der Gitarre, wurde es so manchen Zuschauer warm ums Herz. Als Sprecher zog Sebastian Aicher mit seiner Bass-Stimme die Besucher mit der Geschichte vom eigensüchtigen Riesen von Oscar Wilde in seinen Bann. Kirchenmusikerin Christine Klinger ergänzte mit Klangvariationen am Portativ das Programm. Den krönenden Abschluss bildeten die Blechbläser Quintolamina mit dem Stück Jerusalem. Für alle Mitwirkenden gab es langen Applaus und das große Glockengeläut begleitete die Besucher der Adventseinkehr in die Winternacht.