Pittenhart – Nachdem den Pittenharter Gemeinderäten in einer gemeinsamen Sondersitzung mit den Obinger, Kienberger und Schnaitseer Kollegen von Bürgermeister Hans Jörg Birner von der beim Projekt „Regionalwerk“ federführenden Gemeinde Kirchanschöring genau dargestellt worden war, wie eine Infrastruktur zur regionalen Erzeugung und Vermarktung von Strom und Wärme in einem „Regionalwerk Chiemgau-Rupertiwinkel“ aussehen könnte, entschied sich nun die Mehrheit der Gemeinderatsmitglieder mit vier Gegenstimmen dafür, dass Pittenhart schon an der Gründungsphase des gemeinsamen Kommunalunternehmens ab kommendem Jahr teilnimmt und die Gemeinde dafür in den nächsten zwei Jahren jeweils 15000 Euro bereit stellt. Ein Teil der Gemeinderäte bezweifelte allerdings, dass das Regionalwerk wirtschaftlich zu betreiben sei, und befürchtete, dass die beteiligten Gemeinden auch nach den zwei Startjahren noch „reinbuttern“ müssten, vor allem für einen „Riesenverwaltungsapparat“, wie Georg Aringer (FW) kritisierte.
Angst vor zu
wenigen Kunden
Bedenken gründeten sich vor allem auf die Erwartung, dass das Regionalwerk den regionalen Strom teurer anbieten muss als es die großen Stromversorger machen, und somit zu wenig Kunden gewinnen kann. Robert Stecher (CSU) hielt dem entgegen, dass die Energiewende nur geschafft werden könne, wenn die Bürger den Wert der Regionalität erkennen, und darauf müsse man setzen. igr