Rohrdorf – Mit unabhängigem und sachlichem Argumentieren wolle er eine neue Diskussionskultur im Gemeinderat einführen. Das sagte Simon Hausstetter, Bürgermeisterkandidat des Bürgerblocks Rohrdorf, zum Abschluss seiner Rede bei der Aufstellungsversammlung der Gemeinderatskandidaten.
Zuvor hatte der 30-jährige bereits auf das große wirtschaftliche, soziale und kulturelle Potenzial in der Gemeinde hingewiesen. Mit Bedauern stellte er fest, dass dieses nicht ausreichend genutzt werde. Dass auch in einer von Gewerbe und Industrie geprägten Gemeinde Nachhaltigkeit und ökologisches Wirtschaften Platz habe, dafür trete der Bürgerblock seit Jahren ein.
Keine neue Bahntrasse durch das Inntal
Neben vielen weiteren Themen sprach Hausstetter als Ziele den sozialen Wohnungsbau, Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, verbesserte Rad- und Wanderwege, Bauland für Einheimische und natürlich die Verhinderung einer neuen Bahntrasse durch das Inntal an. Er sei sich sicher, dass der Bürgerblock mit den 20 Gemeinderatskandidaten und -kandidatinnen ein äußerst erfolgversprechendes Team zusammengestellt habe, das ihn bei der Realisierung dieser Ziele bestmöglich unterstützen werde. Der Vorsitzende des Bürgerblocks, Martin Fischbacher, lobte die Arbeit seiner Fraktion in den letzten Jahren und blickte zuversichtlich den Wahlen entgegen. Ein junger, motivierter Kandidat und eine Liste mit Kandidaten aus allen Altersgruppen und allen Ortsteilen stimmten ihn sehr positiv. Ein Wechsel im Rathaus sei dringend notwendig, da es nicht mehr genüge, das bisher Erreichte zu verwalten, sondern neue Herausforderungen tatkräftig anzugehen.
Ferner bedankte sich Fischbacher bei dem scheidenden Gemeinderat Karl Blum, der aus Altersgründen nicht mehr kandidieren wird.
Josef Stocker leitete anschließend die Wahl der 20 Kandidaten für den Gemeindenerat, die allesamt einstimmig nominiert wurden.