Vogtareuth hat ein neues Schmuckstück

von Redaktion

Turnhalle der Grundschule generalsaniert – Weniger Lärm und mehr Sicherheit

Vogtareuth – lw.0,2

Mit das Schönste an der Weihnachtszeit ist bekanntlich die Vorfreude. Und von daher ist für die Vogtareuther Grundschulkinder in diesem Jahr gleich zweimal Weihnachten. Denn als klar war, dass der Umbau ihrer Turnhalle bald abgeschlossen sein würde, fingen sie, wie Schulleiterin Claudia Decker berichtet, an zu zählen: Noch 14 Tage, noch eine Woche, vier Tage, zwei Tage – bis es dann soweit war.

Das Beste dabei: Das Ergebnis steht hinter den Erwartungen nicht zurück. Als die von Grund auf renovierte Halle offiziell übergeben wurde, waren auch Rektorin Claudia Decker und Bürgermeister Rudolf Leitmanstetter rundum begeistert: Groß! Hell! Und leise! Das waren die Stichworte, die immer wieder zu hören waren. Und in der Tat wirkt die Halle dank des neuen Bodens und vor allem des neuen Wandaufbaus nicht nur heller und freundlicher, sondern irgendwie auch größer.

Deutlich bessere Akustik in der Halle

Dass auch die Akustik deutlich besser ist, dass es nicht mehr „hallt“, ist nicht nur eine spürbare Erleichterung für die Lehrer, die jetzt nicht mehr schreien müssen, um die Lautstärke ihrer Kinder zu übertönen. Es ist auch ein großer Vorteil für alle außerschulischen Veranstaltungen. Denn die Halle, so Leitmanstetter, sei nun mal ein wichtiger Bestandteil im Vereinsleben der Gemeinde und deshalb die ganze Woche ausgebucht: Vom Altherrenfußball bis zum Volleyball reicht die sportliche Palette, dazu kommen immer wieder auch kulturelle Veranstaltungen, für die 199 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Einer der ersten großen Events wird bereits am 17. Januar der Gildeball sein und gerade da wird auch zum Tragen kommen, was Bauhofleiter Hardy Baumann besonders freut: Die Möglichkeit, die Halle dank Fußbodenheizung und zusätzlicher Lüftung mit Wärmerückgewinnung von nun an punktgenau temperieren zu können.

Eine optimale Beheizung ist natürlich auch für Sportlehrer Christoph Steiner ein gewaltiges Plus, fast noch mehr freut ihn aber etwas anderes: „Wir haben jetzt endlich richtige Tore, während wir früher durch aufgestellte Matten bloß die seitlichen Begrenzungen simulieren konnten“. Ein großer Vorteil sei auch, dass die Halle jetzt den neuesten Sicherheitsbestimmungen entspreche: Nirgendwo mehr ein Gerät, das in den Raum hineinragt, wie früher zum Beispiel die Sprossenwände, die jetzt im Wandaufbau versenkt sind. „Das macht den Sportunterricht deutlich einfacher, weil man nicht mehr Angst haben muss, dass ein Kind im Eifer des Gefechts irgendwo hängen bleibt und sich verletzt“.

150000 Euro Kosten für die Gemeinde

Alles in allem: Der Umbau der Turnhalle ist ein Gewinn auf ganzer Linie, die rund 150000 Euro, die die Gemeinde für die Sanierung des 47 Jahre alten Gebäudes zu schultern hat, sind nach Ansicht der Beteiligten gut investiertes Geld. Und Schulleiterin Claudia Decker hat noch einen besonderen Grund, sich über den erfolgreichen Abschluss des Umbaus zu freuen, der Ende Juli begann: Ihr Büro grenzt, nur von einer einfachen Ziegelwand getrennt, an die Halle an. Auch wenn man ihr während der Bauarbeiten wiederholt versichert habe, dass in den Ohren eines Mannes das Geräusch eines Bohrhammers wie Musik sei: „Ich“. so sagte sie lachend, „mag auf längere Zeit schon allein das Wort Bohrmaschine nicht mehr hören“.

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