Riedering – Franz Josef Sammer bewirbt sich um das Amt des Bürgermeisters in Riedering. Der 63-jährige selbstständige Versicherungsmakler und Datenschutzauditor aus Parnsberg bei Söllhuben wurde bei der Aufstellungskonferenz der SPD jetzt einstimmig nominiert.
Schnellere
Umsetzung
Riedering brauche einen Bürgermeister, der sich den Herausforderungen der Zukunft mutig und entschlossen stelle. Die Zeit bleibe auch in Riedering nicht stehen und die Gemeinde brauche mehr eigene Impulse, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Mobilität habe heute ein anderes Gesicht, weshalb er sehr froh über das auf Initiative der SPD eingeführte Anrufsammeltaxi (AST) sei. Leider habe es drei Jahre gedauert, dieses flexible und sichere zusätzliche Verkehrsmittel vor allem für Jugendliche, Senioren und Schwerbehinderte anbieten zu können. Solche Maßnahmen müssten künftig schneller umgesetzt werden. Sammer forderte ein Ende des Probebetriebes und die dauerhafte Bereitstellung der von der Gemeinde erforderlichen Zuschüsse im Haushalt.
Auch seien Radwege heute kein Luxus mehr, sondern gehörten zur infrastrukturellen Grundversorgung, auf die die Bürger einen Anspruch hätten. Es könne nicht sein, dass das Landratsamt wie kürzlich bei der Sanierung der Straße von Riedering nach Söllhuben den dringend benötigten Radweg nicht mitplane. Hier dürfe nicht weiter tatenlos zugesehen werden; er wolle massiven Druck auf die politisch Verantwortlichen aller Ebenen ausüben, um zu zeitgemäßen Lösungen zu kommen.
Dies gelte auch für die wiederholten Ablehnungen von Maßnahmen zur Verkehrssicherheit durch das Landratsamt trotz einstimmiger Gemeinderatsbeschlüsse, wie zuletzt des gewünschten Verkehrsspiegels in Söllhuben. „Wir dürfen uns das nicht länger gefallen lassen. Muss denn erst jemand überfahren werden, bis die Gemeinde handeln darf?“, fragte Sammer und versprach eine Initiative zur Änderung der geltenden Vorschriften und ihrer Auslegung.
Zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums müsse die Gemeinde eine aktive Grundstückspolitik betreiben und neben Einheimischen-Modellen selbst als Bauherr auftreten. Ein Herzensanliegen sei ihm der Bau eines Mehrgenerationenhauses in Riedering, wie es das in vielen anderen Kommunen bereits gebe.
Die Gemeindeverwaltung wolle er zu einer modernen Behörde entwickeln, von einem digitalen Rathaus sei man in Riedering weit entfernt. Mehr Transparenz forderte er bezüglich der gemeindlichen Entscheidungsprozesse. Es sei nicht mehr zeitgemäß, dass Gemeinderatsprotokolle nicht im Internet abrufbar seien.
„Gestalten
statt verwalten“
Ein weiteres Anliegen sei ihm die Schaffung von mehr Dialog etwa mit den Vereinen oder den Gewerbetreibenden. Mehr Vernetzung und Austausch sei im digitalen Zeitalter kein Kunststück mehr und könne den politisch Verantwortlichen wichtige Impulse liefern. Er wolle ein politischer Bürgermeister sein und „gestalten statt verwalten“.
Durch seine langjährige Erfahrung als Unternehmer traue er sich zu, die nötigen Schritte entschlossen und erfolgreich anzugehen. Unbelastet von politischen Auseinandersetzungen der Vergangenheit wolle er „die Fenster weit aufreißen für den Neufanfang einer sachlichen, zukunftsorientierten und bürgernahen Gemeindepolitik in der Gemeinde Riedering“.