Nachruf

von Redaktion

Raubling/Großholzhausen – Im hohen Alter von 90 Jahren verstarb Anna Moller, geborene Hepfengraber. In der Pfarrkirche St. Georg zelebrierte Pfarrer Arkadiusz Kolecki den Seelengottesdienst, der vom Kirchenchor feierlich gestaltet wurde.

Diakon Bernhard Kinne blickte im Nachruf auf das Leben der Verstorbenen zurück. Anna Moller wurde als zweites von drei Kindern der Eheleute Alois und Theresa Hepfengraber 1929 in Neuwöhr, Gemeinde Neubeuern, geboren. Im Jahr 1936 verkauften die Eltern das kleine Anwesen und siedelten nach Reischenhart um. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Schneiderin und ging mit ihrer Tante auf die „Stör“. In den 50er-Jahren war sie Hauswirtschafterin bei einem Arzt in Oberaudorf. 1958 schloss sie den Bund der Ehe mit dem Witwer Georg Moller aus Steinbruck bei Großholzhausen. Dieser bewirtschaftete im Nebenerwerb ein kleines Anwesen und hatte einen einjährigen Sohn.

Besonders groß war das Glück, als 1962 der Sohn Seppi zur Welt kam.

Viel Freude hatte sie auch an ihren Enkelkindern. An deren Leben nahm sie bis zu ihren letzten Tagen regen Anteil. Eine Zäsur war der Tod ihres Sohnes Seppi, der mit 39 Jahren an Krebs verstarb. Anfang 2005 musste sie einen weiteren Schicksalsschlag verkraften. Ihr Ehemann erlitt einen schweren Schlaganfall und war schwerstbehindert. Im Dezember 2014 verstarb der Ehemann.

Im Frühjahr 2017 zog sie ins Caritasheim St. Peter in Kiefersfelden. Nach ihrem 90. Geburtstag verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand und am Nikolaustag verstarb sie. Vier Nachbarn trugen den Sarg. Die Fahne der Frauengemeinschaft Kirchdorf senkte sich zu einem letzten Gruß am offenen Grab.koa

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