„Studie eine mittlere Katastrophe“

von Redaktion

Gemeinderat Kiefersfelden diskutiert über die Vieregg-Rössler-Abhandlung

Kiefersfelden – In die Diskussionen um die Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel-Nordzulauf positioniert sich die Gemeinde eindeutig. In der Gemeinderatssitzung verwies Bürgermeister Hajo Gruber (UW) nochmals auf die Vielzahl der aktuell diskutierten Varianten, besonders im Fokus hatte er aber die „Vieregg-Rössler-Studie“, deren vorrangiges Merkmal vor allem die Ertüchtigung der vorhandenen Bestandsstrecke vorsieht.

„Und das hätte zur Folge, dass wir lange Zeit keinen Personennahverkehr mehr hätten, eine massive innerörtliche Bauphase über Jahre hinweg und letztlich auch massive Eingriffe in Bestandsbauten“, hob der Rathauschef warnend den Finger.

Als gravierende Beispiele der Studie nannte er die Tieferlegung des jetzigen Bahnhofs um fünf Meter. Des Weiteren würde die vorgeschlagene Trasse den Ortskern Kiefersfeldens durchschneiden.

Durch die Neutrassierung der Bahnlinie entlang der Inntalautobahn A93 würden in großem Umfang landwirtschaftlich genutzte Flächen beansprucht und damit dieser Nutzung auf Dauer entzogen werden.

Auch für Fraktionsvorsitzenden Hans Hanusch (SPD) ist die Studie eine mittlere Katastrophe. Eine riesige Baustelle würde sich jahrelang quer durch den Ort ziehen.

„Das ist untragbar für unsere Bevölkerung; für uns gibt es nur die Tunnellösung“, so seine klare Ansage an die Ratskollegen. Diese verfassten sodann einstimmig eine Stellungnahme zum Brennerbasistunnel-Nordzulauf, in der „eine vollständige Untertunnelung des gesamten Gemeindegebiets“, gefordert wird, entsprechend der Festlegungen des Regionalplans 18 (Südostbayern).

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