Riedering – Zur gut besuchten Premiere am zweiten Weihnachtsfeiertag und zu einer weiteren Aufführung hob sich der Vorhang in der Riederinger Mehrzweckhalle für den vergnüglichen Dreiakter „Junge sei helle – bleib Junggeselle“ von Franz Rieder. Veranstalter war die Theatergruppe des Trachtenvereins „Almengrün“ Riedering unter der Regie von Andreas Aßbichler. Marianne Loferer übernahm die Maske, für die Kostüme war Martha Hamberger verantwortlich.
Wenn Männer nichts zu melden haben
Zum Inhalt des Stücks: Blasius Biermooser (Andreas Aßbichler), der Wirt „Zum roten Affen“, wettet leidenschaftlich gern, obwohl er sich bei seiner letzten „Haselnuss-Wette“ schlimme Zahnschmerzen zugezogen hat. Sein Freund Emil Pechmeier (Stefan Lindner) ist auch gerne mit von der Partie. So verbringen die beiden ein vergnügliches Leben, wenn da nicht ihre Frauen wären. Bei denen haben sie nichts zu melden, denn die „strengen“ und „bissigen“ Gattinnen machen ihnen das Dasein sehr schwer. Nicht umsonst stöhnt Emil: „Das Leben wäre halb so schwer, wenn das böse Weib nicht wär‘.“
Blasius und seine Frau Berta (Andrea Vodermaier) haben eine Tochter, Hanni (Johanna Glückschalt), und Emil mit seiner Frau Genoveva (Simone Fiedler) einen Sohn, Stefan (Lorenz Stocker), der leider sehr langsam und schüchtern ist und daher bei den Frauen nicht gut ankommt. Der Wunsch der Väter, dass die beiden Nachkommen ein Paar werden, gestaltet sich schwierig. Denn der liebe Fabian Schreck (Florian Niedermaier), ein alter Junggeselle, der sich gerne einmischt, steht auf dem Standpunkt: „Junge sei helle – bleib Junggeselle!“
In diesem Sinn beeinflusst er auch Stefan, sodass einige Annäherungsversuche misslingen. Für zusätzliche Turbulenzen sorgen die Küchenhilfe Liesl (Theresa Daxlberger) und die schöne Texanerin Vera Amreiner (Monika Bauer) mit ihrem Cowboy-Sohn Jonny (Mathias Bauer).
Jonny, der inzwischen in Texas lebt, bringt neues Leben, Sturm, Aufregung und Verwirrung in die Runde. Er knallt durch die Gegend und macht die Damenwelt unsicher. Er hasst Mädchen, die Strumpfhosen tragen und ist hinter denen mit Strapsen her, weil er sich daraus eine Gummischleuder machen will.
Da haben Emil und der Wirt einen Einfall, wie sie den „ewigen Junggesellen“ mit seinem närrischen Cowboy loswerden könnten. Sie machen wieder eine Wette mit dem Einsatz, dass der Wirt 30 Minuten unter der Pendeluhr sitzen und Fabian die erste Frau, die zur Tür hereinkommt, küssen und heiraten muss. Damit wird auch das Rätsel um Jonny, den Frauenschreck, und Vera, die schöne Amerikanerin, aufgelöst.
Zwei weitere Aufführungen
Wie es weitergeht, wird hier noch nicht verraten. Auf jeden Fall ist es ein turbulentes Spiel mit flotter Handlung und beißendem Witz, alle Schauspieler bringen sich bestens ein. Es gibt noch zwei Aufführungen: am Freitag, 3. Januar, und am Sonntag, 5. Januar, Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Kartenvorverkauf im Weltladen Riedering, Telefon 08036/6359764, und an der Abendkasse.