Frasdorf – „I woaß nix – i sag nix – i halt mei Goschn“, die versoffene Wirtin in der Hinterweltsboazn (Carina Winkler) ist nicht sehr gesprächig, wenn ihre Gäste sie fragen, was sie in diesem Etablissement sollen.
Alle Besucher, die hierher kommen sind erst kürzlich verstorben und stehen auf ihrem Weg irgendwo zwischen Himmel und Hölle – aber keiner weiß, warum er gerade hier einkehren, wie lange er noch dableiben muss und wohin es nach diesem Zwischenaufenthalt eigentlich geht.
Vier Gäste bevölkern die Gaststube: Der Blasi (Sebastian Bauer junior) ein typischer Buchhalter, der auch noch nach seinem Tod akribisch und eifrig plant und plant und plant, der umtriebige Gelegenheits- und Tagedieb Rudi (Jonas Sandner) und die Pfarrersköchin und Betschwester Annamirl (Renate Steindlmüller) sind dort schon länger zu Gast. Als letzte kommt die junge Kellnerin Lilli (Veronika Schneiderbauer) in die Boazn, gestorben durch einen Schlag mit dem Masskrug, der eigentlich einem anderen gegolten hatte.
Regisseur Sebastian Bauer wählte den Dreiakter „Hinterweltsboazn“ von Heidi Faltlhauser aus und führte die Regie. Zugleich war er verantwortlich für die liebevolle Ausgestaltung des Bühnenbildes, sämtliche Spinnen aus Frasdorf mussten offensichtlich ihren Anteil an Spinnweben dazu beisteuern.
Die letzte Aufführung ist am Mittwoch, 1. Januar, um 20 Uhr in der Lamstoahalle. An der Abendkasse gibt es nur noch Restkarten.reh