Ein Blechblasinstrument aus Holz

Vier Meter Musik

von Redaktion

Sie tönen in Es, sind vier Meter lang und mit die spektakulärsten Instrumente überhaupt. Alphörner. Die Aschauer Alphornbläser feiern heute, am Silvestertag, ihr 60-jähriges Bestehen.

Aschau – Im Jahr 1959 wurden von Franz Jell, Rechenmacher und Landwirt aus Hafenstein, Gemeinde Bernau am Chiemsee, unter Mithilfe der Aschauer Burschen die ersten Alphörner erbaut. Angeregt wurde Franz Jell zum Bau der Alphörner durch den Auftritt einer Schweizer Alphorngruppeaus Weissenstein/Solothurn beim weitum bekannten Pfingstsingen 1948 und 1950 in Aschau.

Wegen Jells großen Interesse an dem Instrument machte sich schließlich der Schweizer Alphornbläser Taugott Baumgartner mit seinem Instrument in Begleitung von Alois Oberlechner, Mitorganisator des Pfingstsingens, zu Fuß von Aschau nach Bernau auf den Weg, um Jell über die Bauweise zu informieren.

Die vier Meter langen, in Es gestimmten Instrumente wurden am Silvesterabend 1959 in der Bernauer Pfarrkirche von Pfarrer. Back geweiht. Da in Bernau wenig Interesse an der Entstehung des Alphorns vorhanden war, Franz Jell gar als Spinner hingestellt wurde, gingen die Hörner in den Besitz der Gemeinden Nieder- und Hohenaschau über.

Da die vier ursprünglichen Bläser Wolfgang Fischer, Konrad Anner, Anderl Pertl und Adi Kieweg auch Mitwirkende der Aschauer Blaskapelle waren, halfen die Musikanten Hans Bauer, Helmut und Erich Gawlik, seit Jahren vertraut mit den Instrumenten, ab den 70er- Jahren bei verschiedenen Alphornauftritten aus.

Hauptsächlich finden die Auftritte im örtlichen Bereich statt, zum Beispiel bei Bergmessen, bei der bayerisch/tirolerischen Wallfahrt zur Ölbergkapelle Sachrang, Heimatabenden oder Ständchen. Die Musikanten unternahmen auch schon einige Auslandsreisen.

In Verbindung mit der Jahresschlussandacht am heutigen Dienstag in der Aschauer Pfarrkirche feiern die Aschauer Alphornbläser ihr 60-jähriges Bestehen. Beginn ist um 15.45 Uhr am Kirchplatz.

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