Aschauer CSU stellt ihre Pläne vor

von Redaktion

Haushalt soll konsolidiert werden – Verzicht auf eigenen Bürgermeisterkandidaten

Aschau – „Der dritte Bauabschnitt der Staatsstraße 2093 bei Sachrang wird noch in diesem Jahr gebaut und fertiggestellt“, versprach der Abgeordnete Klaus Stöttner bei der Aufstellungsversammlung für die CSU-Gemeinderatskandidaten in der Aschauer Schloßbergalm. „Mit dem vormaligen Bürgermeister Werner Weyerer haben wir den ersten Abschnitt gebaut, mit dem aktuellen Bürgermeister Peter Solnar den zweiten und mit dem kommenden Bürgermeister, wie auch immer er heißen mag, bauen wir heuer den dritten“.

Stöttner stellte fest, dass die Gemeinde Aschau im Vergleich zu anderen Gemeinden hervorragend dastehe, aber durch die Gemeindepolitik der letzten Jahre ein schlechtes Image in der Region bekommen habe. Manche CSU-Gemeinderäte hätten dabei keine rühmliche Rolle gespielt, so Stöttner, der Aschauer Gemeinderat habe sich in den vergangenen Jahren nicht besonders gut nach außen präsentiert.

„Richtiges Maß und richtigen Ton finden“

Er gab den derzeitigen und zukünftigen Gemeinderäten mit auf den Weg, sie sollten „immer das richtige Maß und den richtigen Ton bei ihrer Arbeit finden.“ Nach einer Gemeinderatssitzung solle man auch jederzeit ein Bier miteinander trinken können. Dauerstreit mit allen anderen Fraktionen und dauernde Angriffe seien nicht der Stil einer Volkspartei, „denn auch wer recht hat, bekommt nicht immer recht“.

Der Ortsvorsitzende Georg Westenthanner gab bekannt, dass die CSU bei den Kommunalwahlen keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellen werde. Niemand habe sich bereit gefunden, das Amt zu übernehmen. „Wir geben als CSU-Ortsverband keine Wahlempfehlung ab, unser Favorit unter den vier aktuellen Kandidaten ist Max Neumüller“.

Westenthanner stellte einige Eckpunkte der künftigen Gemeinderatsarbeit vor: So möchte die CSU durch die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugenossenschaft bezahlbaren Wohnraum schaffen, Neubauten sollen nach Möglichkeit landschafts- und ortsverträglich gestaltet werden. Die heimischen Gewerbebetriebe sollen weiterhin mit allen Möglichkeiten gefördert werden, die kleinstrukturierte Landwirtschaft will man durch den Erhalt des gentechnikfreien Prientals unterstützen.

Forderung nach neuem Hotel im Ort

Als zweiten Schwerpunkt und damit als Hauptaufgabe für die kommende Legislaturperiode sieht die CSU die Verpflichtung, den Haushalt der Gemeinde zu konsolidieren. Dabei müsse der reale Finanzbedarf für die Sporthalle überprüft werden. Für den jahrelangen vernachlässigten Straßenbau wären zusätzliche Finanzmittel in erheblichem Umfang bereitzustellen.

Im weiten Feld des Tourismus, der für Aschau die Lebensgrundlage darstelle, soll endlich der Bau eines hochklassigen Hotels verwirklicht werden, der „Bau von Luftschlössern“ genüge nicht, sagte Westenthanner. Das umfangreiche Wanderwegenetz könne durchaus verkleinert und verfeinert werden, da die Kosten von Erhalt und Pflege der Wege mittlerweile alle Dimensionen sprengten.

Außerdem wolle die CSU die Ortsvereine weiterhin fördern und den WSV Aschau beim Bau eines eigenen Vereinsheims unter- stützen.

CSU-Wahlliste in Aschau

1. Michael Andrelang (49), Immobilienverwalter; 2. Georg Westenthanner (57), Küchenmeister; 3. Thomas Pertl (27), Zimmermann; 4. Sven Hermann (42), Versicherungsfachmann; 5. Jakob Hündl (66), Automobilkaufmann; 6. Karin Omerzu-Ruthus (63), Innenarchitektin; 7. Peter Thaurer (58), Bauunternehmer; 8. Georg Steigenberger (56), Einzelhandelskaufmann; 9. Werner Stuhlrainer (51), Mitarbeiter im Wasserwirtschaftsamt; 10. Mario Mittermayer-Weinhandl (46), Einzelhandelskaufmann; 11. Harald Westermann (67), Freiberuflicher Berater; 12. Elmar Stegmeier (45), Analyst im Gesundheitswesen; 13. Irmgard Schwanfelder (61), Betreiberin Tankstelle; 14. Werner Runte (73), Rechtsanwalt; 15. Lisa Wachinger (21), Metzgereifachverkäuferin; 16. Franz Ruthus (70), Bundesbahnoberinspektor a. D.; 17. Franz Kratzer (72), Verwaltungsbeamter a. D.

Artikel 1 von 11