Nußdorf – Nußdorfs Erster Bürgermeister Sepp Oberauer (CSU) stellte in der Gemeinderatssitzung den Haushaltsplan für das Jahr 2020 vor, der geordnete Verhältnisse aufweist. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde Nußdorf, die aktuell 2663 Einwohner zählt, wird in diesem Jahr voraussichtlich bei 1029 Euro liegen. Das Zahlenwerk passierte ohne Gegenstimmen das Gremium.
Eine interessante Entwicklung ergibt sich bei den Rücklagen. Sie werden bis Ende 2020 voraussichtlich um gut 500000 Euro auf rund zwei Millionen Euro ansteigen. Hintergrund für den Anstieg ist ein „Überschuss“ aus dem Vorjahr, der sich aus nicht getätigten Investitionen ergibt, die sich ins neue Jahr vorschoben haben.
Außerdem ist eine Kreditaufnahme für den Erwerb eines Grundstücks von einer Million Euro vorgesehen, dass im weiteren Verlauf zur Veräußerung ortsansässige Bürger nach dem „Einheimischen Modell“ dienen soll. Die Gewerbesteuer ist neben der Einkommensteuer die bedeutendste Einnahmequelle im Verwaltungshaushalt.
Verwaltungshaushalt
steigt stetig an
Die Gemeinde rechnet damit, dass es in der Einnahmenhöhe gegenüber dem Vorjahr keine Veränderung geben wird und gibt diese Positionen auch für 2020 mit 1,3 Millionen Euro an. Auch der Zufluss aus der Einkommensteuer wird mit rund 1,9 Millionen Euro auf Vorjahresniveau geschätzt und besetzt mit einem Anteil 34 Prozent die höchste Einnahmeposition der Gemeinde. Aufgrund der Steuerkraftzahlen von 2018 ist in diesem Jahr eine Schlüsselzuweisung in Höhe von 137500 Euro erwartet.
Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Personal- und Sachausgaben abdeckt, steigt gegenüber dem Vorjahr um gut vier Prozent auf 5,7 Millionen Euro.
Enthalten sind unter anderem die laufenden Kosten für Kindergarten und Krippe mit 624.700 Euro, die der Feuerwehr mit 55 000 Euro oder für das Freibad mit 235000 Euro. Die Personalkosten steigen gegenüber dem Vorjahr auf 1,4 Millionen Euro.
So können dem Vermögenshaushalt insgesamt 185800 Euro zugeführt werden. Im Vermögenshaushalt sind unter anderem noch Kosten für den Umbau des Rathauses von 57000 Euro, für die Beladung des neuen Feuerwehrfahrzeugs 60000 Euro, für die Sanierung der Steinbachbrücke im Mühltal von 502000 Euro, für die Sicherung der „Sappelwand“ im Mühltal 500000 Euro und für den Grundstückserwerb nach dem „Einheimischen Modell“ von 1,0 Millionen Euro vorgesehen.
Das Ersatzfahrzeug für das 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug der freiwilligen Feuerwehr wurde bereits bestellt, die Lieferung erfolgt jedoch erst in diesem Jahr.
Hierfür sind 380000 Euro vorgesehen. Außerdem stehen im Jahr 2021 Investitionen für den Hochwasserschutz am Steinbach in der Größenordnung von 250000 Euro an. Hier sind für die Folgejahre weitere Mittel in Höhe von 400000 Euro vorgesehen.
Ebenfalls erst für das kommende Jahr stehen der Straßenbau zur Ramsau mit 50000 Euro, der Gehweg an der Hauptstraße mit 66000 Euro oder auch der Bau der Stützmauer in Mühlhausen mit 40000 Euro an.