Eggstätt – Einstimmig votierten die Eggstätter Gemeinderäte für einen Bauantrag zur Erweiterung des bestehenden Wohnhauses und der Errichtung eines Erdwalls zur Straße hin. Möglich wurde dieser Beschluss aber erst nach mehreren Anläufen und einem Ortstermin mit der Bauabteilung des Landratsamtes. Den vorherigen Antrag vom Oktober letzten Jahres hatte das Gremium noch einstimmig abgelehnt.
Damals war die geplante Schutzwand mit einer Höhe von zwei Metern und einer Länge von 50 Metern das ausschlaggebende Kriterium für das Nein (wir berichteten). Bürgermeister Hans Schartner (Überparteiliche Wählergemeinschaft ÜWG) erklärte, dass bei einem Ortstermin mit dem Landratsamtvertreter die Möglichkeit der Aufschüttung eines Erdwalls angesprochen wurde und dass der Bauausschuss in seiner Sitzung diesen Vorschlag gutgeheißen habe. Geschäftsleiter Hans-Joachim Kaiser informierte weiter, dass man beim Ortstermin abgesprochen habe, dass innerhalb des Landratsamtes zwischen den Abteilungen Tiefbau, Interne Naturschutzbehörde und Bauabteilung die Option Erdwall besprochen werde. Vorbehaltlich einer Privilegierung – das Bauvorhaben liegt im Außenbereich – und vorausgesetzt, dass sowohl die betroffenen Parteien im Landratsamt als auch der Gemeinderat ihr Ja erteilen, könne das Bauvorhaben realisiert werden.
Auf Nachfrage Stephan Fronhöfers (Freie Bürger Eggstätts, FBE) erklärte Kaiser, dass mit einem Gemeinderatsentscheid „das Landratsamt weiß, was der Gemeinderat will für den Fall der Fälle.“ Christian Glas (FBE) befand: „Ein Miteinander ist besser.“ Man wolle nicht, dass das Landratsamt das gemeindliche Einvernehmen ersetze.
Peter Fenzl (CSU) begrüßte den Vorschlag, einen Erdwall statt einer Schutzmauer anzulegen, denn sonst hätte man einen Präzedenzfall geschaffen, „den wir nie wieder loskriegen.“ Für den Beschlussvorschlag der Verwaltung, dem Bauantrag zur Erweiterung des bestehende Wohnhauses und der Errichtung einer Schutzwand zuzustimmen, stimmten die Gemeinderäte daraufhin ohne weitere Diskussionen zu.elk