Kiefersfelden – Das gibt‘s auch nicht oft: Innerhalb von 24 Stunden versuchten fünf Iraker gleich zweimal, nach Deutschland einzureisen. Beide Male hat sie die Polizei erwischt.
Die Bundespolizei hat am Mittwoch, 15. Januar, die fünf Iraker im Regionalzug bei Kiefersfelden kontrolliert.
Alle fünf reisten illegal ein, Anzeigen und Übergabe an die österreichischen Behörden waren laut Rainer Scharf, Sprecher der Bundespolizei in Rosenheim, die Folge. Bereits am Donnerstag um 2 Uhr gingen die gleichen Personen der Polizei erneut ins Netz. Und das trotz eines anderen Verkehrsmittels: Diesmal versuchten sie, per Auto über die Landstraße einzureisen. Nicht nur die Autobahn und die Zugstrecken, sondern auch Nebenstrecken werden laut Scharf von der Bundespolizei kontrolliert. Die fünf Iraker wurden erneut befragt und wieder nach Österreich überstellt.
Am Steuer des Autos saß ein Landsmann, der in der Steiermark als Flüchtling gemeldet ist. Da er widersprüchliche und nicht schlüssige Angaben zur Fahrt machte, muss er sich nun wegen Einschleusens von Ausländern verantworten. Außerdem konnte der Mann keinen gültigen Führerschein vorweisen und wurde wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis angezeigt. Der Fahrer trat die Rückreise nach Österreich ohne sein Fahrzeug an.
Mehrfache Einreiseversuche der gleichen Personen kämen nicht oft vor, sagt Scharf. Ungewöhnlich sei in diesem Fall vor allem der kurze Zeitraum, in dem erneut versucht wurde, nach Deutschland zu kommen.
Rund 60 Prozent der illegal Einreisenden werden direkt an der Grenze zurückgewiesen, weil die Bundespolizei keine Schutz- und Asylgründe feststellen kann.
Wie die österreichischen Behörden mit Zurückgewiesenen umgingen, obliege nicht den deutschen Behörden, so Scharf.
Bereits am Dienstag versuchten fünf – andere – Iraker illegal mit dem Auto nach Deutschland zu kommen und mussten an der Grenze umdrehen.