Weniger Einsätze in Flintsbach

von Redaktion

Kinder- und Jugendfeuerwehr mit großem Zulauf – Lob vom Jugendwart

Flintsbach –- Zu weniger Einsätzen wurde im letzten Jahr die Freiwillige Feuerwehr Flintsbach gerufen. Es wurde ein neues Fahrzeug in Dienst gestellt, lautet zusammengefasst das Resümee der Jahresversammlung der Floriansjünger beim Flintsbacher Dannerwirt.

Gott sei Dank mussten im letzten Jahr die Flintsbacher Floriansjünger seltener ausrücken, stellt Kommandant Jörg Benkel in seinem Jahresbericht fest. Jedoch haben einige Einsätze es oftmals in sich, insbesondere wenn es zu Verkehrsunfällen auf der Bundesautobahn kommt.

Noch lebend
geborgen

Wie zum Beispiel am 3. Dezember 2019, als in den frühen Morgenstunden ein italienischer Sattelzug auf einen ihm vorausfahrenden Lkw auffuhr. „Die Fahrerkabine war ganz schön zusammengequetscht und der Fahrer konnte von Glück reden, dass er noch lebend aus dem Wrack herausgeholt werden konnte“, schilderte Jörg Benkel, Erster Kommandant der Feuerwehr, einen dieser spektakulären Einsätze auf der Bundesautobahn, der die Feuerwehr über viele Stunden hinweg beschäftigte.

Während im Jahr 2018 die Floriansjünger noch 106-mal zu Bränden, Technischen Hilfeleistungen oder Sicherheitswachen ausrücken mussten, waren das 2019 gleich 22 Stück weniger. Ob bei der überörtlichen Hilfeleistung, zum Beispiel Räumen der Hausdächer von der Schneelast Anfang 2019 in Aschau, bei Verkehrsunfällen oder auch bei Bränden, steht die Feuerwehr Flintsbach für Einsätze rund um die Uhr zur Verfügung. Dafür sorgen die 56 aktiven Feuerwehrleute, die sich in zahlreichen Lehrgängen regelmäßig fortbilden. Das Durchschnittsalter der Aktiben liegt rechnerisch bei 34 Jahren. „Eine gute Mischung aus Jung und Alt“, wie Kommandant Jörg Benkel feststellte. „Es ist wichtig und gut für uns, dass wir neben den vielen jungen Helfern auch noch ältere Kameraden haben, die ihr Wissen und ihre Erfahrung gerne an die nachfolgenden Generationen weitergeben“, betonte Benkel.

Ein Höhepunkt im letzten Jahr war die Fahrzeugweihe des neuen Fahrzeugs vom Typ TSF-L (Tragkraftspritzenfahrzeug-Logistik), das im September feierlich geweiht werden konnte (wir berichteten). Damit steht der Feuerwehr ein flexibles Fahrzeug zur Verfügung, das auch mit einem Feuerwehrführerschein von jüngeren Einsatzkräften gefahren werden darf. Neben zahlreichen Übungen steht die Ausbildung der Feuerwehrleute an oberster Stelle der Aktivitäten. So nahmen viele von ihnen an örtlichen oder auch überörtlichen Qualifikationen, zum Beispiel Atemschutzfortbildung (Innenangriff), Hilfeleistung auf Bahnstrecken oder Sicherheitsbeauftragter bei Feuerwehren, teil. Die Basis für eine gute Qualifikation wird in Flintsbach schon bei der Jugendfeuerwehr geschaffen. Stolz berichtete Jugendwart Dominik Ralser über seine Mannschaft, die 25 Mitglieder zählt und rund 3200 Dienststunden geleistet hat. „Im Jahr davor waren wir noch 28 Mitglieder“, erklärte Ralser den leichten Mitgliederrückgang, „aber die konnten wir nach vielen Jahren Mitgliedschaft nach Erreichen der Altersgrenze gut ausgebildet an die aktive Mannschaft der Feuerwehr abgeben.“ Jugendfeuerwehrler kann man zwischen dem zwölften und dem 17. Lebensjahr sein. In Flintsbach kann das „Feuerwehrleben“ aber schon viel früher beginnen, denn zur Kinderfeuerwehr geht es auch schon mit acht Jahren, über deren Aktivitäten ihre Leiterin Barbara Reiter berichtete.

Erfolgreiche
Nachwuchsarbeit

In dieser Gruppe befinden sich mittlerweile 23 Kinder, die sich unter sachkundiger Anleitung von acht Betreuerinnen rund um das Thema Feuerwehr spielerisch beschäftigen. Auch ihnen ist es bereits gelungen, ältere Kinder zur Jugendfeuerwehr überzuleiten.

„So müssen wir uns um unseren Nachwuchs keine Sorgen machen“, bestätigte Flintsbachs Erster Bürgermeister in seiner Ansprache, bei der er viel Lob und Anerkennung für seine Feuerwehrler dabei hatte. Als Ehrengäste konnten unter anderem Kreisbrandrat Richard Schrank, Kreisbrandmeister Joachim Buchmann sowie Kreisjugendwart Manuel Pöhmerer begrüßt werden.

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