Aschau – „Ich habe 2014 zugesagt für zwei Wahlperioden zur Verfügung zu stehen.“ Manchmal ist es so eindeutig. Jedenfalls für Peter Solnar, der für eine zweite Amtszeit als Bürgermeister von Aschau kandidiert. Nominiert von der Freien Wahlgemeinschaft Aschau (FWGA).
Vorreiterrolle
der Gemeinde
Zum Ende seiner ersten Amtsperiode blicke er auf Erfolge zurück, die die Gemeinde wegweisend und nachhaltig vorangebracht hätten, so Solnar. Mit der FWGA hatte er sich ambitionierte Ziele gesetzt, die alle in Angriff genommen „und großteils erfolgreich erreicht wurden“.
Aschau habe sich für viele Gemeinden zum Vorbild entwickelt. Praxisumsetzung und Erfahrungswerte seien mittlerweile inter- national gefragt, wie beispielsweise bei der Alpenallianz, der Überprüfungskommission der EU zur Alpenkonvention beim Bundesumweltministerium. „Wo man andernorts noch diskutiert, wird dies in Aschau oft schon praktiziert“, sagt Solnar.
Die wichtigsten Themen seiner Politik seien:
• Erfolgreiche Sanierung der Gemeindefinanzen; die Haushaltslage wurde seit 2014 gemeinsam mit dem Gemeinderat konsolidiert. „Parallel zum Schuldenabbau von 44 Prozent konnten Investitionen in Millionenhöhe getätigt werden“, so Solnar. Diese jetzt erreichte solide Haushaltspolitik sei weiterzuführen und Voraussetzung für zukünftige Investition.
• Umfangreiche Ortsentwicklung; der erarbeitete Flächennutzungsplan und umfangreiche Grunderwerb sollen unter anderem genutzt werden für die Entwicklung von günstigem Wohnraum. Die Umfeldverbesserung für ortsansässige Betriebe will Solnar auch mit einem neuen Gewerbegebiet angehen. In den letzten fünf Jahren wurden laut Solnar 15 Kilometer oder 25 Prozent des Gemeindestraßennetzes saniert. Die seit 2015 jährlich eingeplanten Mittel für Straßensanierungen sollen erhöht werden.
Die Versorgung (Wasser, Abwasser, Strom) der Almen im Kampenwandgebiet beginnt 2020. Die Energiewende habe mit dem Projekt Nahwärmeversorgung in Hohenaschau erfolgreich begonnen. Der Breitbandausbau ist flächendeckend abgeschlossen. Die Zukunftssicherung der Wasserversorgung ist umgesetzt. Im Hochwasserschutz wurden wesentliche Vorhaben umgesetzt, weitere Maßnahmen sind geplant. Die Planung der Sporthalle wurde im Dezember genehmigt, der Bau kann 2020 beginnen.
•Bedarfsorientierte Entwicklung der Generationenkonzepte; die Zukunft des Seniorenheims wurde durch eine neue Gesellschaftsform gesichert, ein Ausbau sei vorgesehen, erklärt Solnar. Die Grundschule wurde nach Hochwasserschäden saniert, „durch den Bau der neuen Sporthalle werden der Schul- und Vereinssport endlich wieder bedarfsgerecht sein“. Ein Konzept für eine aktive Jugendarbeit mit neuem Raumangebot werde derzeit erarbeitet.
•Ökomodellregion Aschau/Sachrang; mit dem Bergsteigerdorf Sachrang, der Ökomodellregion, dem Sachranger Bergbauernmodell (um fünf Jahre verlängert) werden nach Ansicht Solnars Landwirtschaft und Lebensqualität „enkeltauglich gesichert“.
Grenzüberschreitende
Projekte
Mit der Gründung der Bürgerenergie Chiemgau, dem neuen grenzüberschreitenden ÖPNV-Konzept (Geigelsteinringlinie), dem Tourismuskonzept Ernährung und Gesundheit „stellen wir den Erhalt unserer einzigartigen Natur und lebenswerten Umwelt in den Mittelpunkt. Die Zukunftssicherung des einzigartigen Kulturangebotes verlangt unsere Aufmerksamkeit“, betont Solnar.
Mit einer vorbildlich aktiven Bürgerschaft und einem engagierten Gemeinderat sei viel Wegweisendes entschieden und auf den Weg gebracht worden. „Dies will ich einvernehmlich fortsetzen“, sagt Peter Solnar.