Island als Wendepunkt

von Redaktion

PortrÄt Stefan Erdmann – Dokumentarfilmer aus Leidenschaft

Bad Endorf – Eigentlich wollte Stefan Erdmann Rockstar werden – mit langen Haaren und Gitarre hatte er schon mit zwölf Jahren seine eigene Band und schrieb Songs. Doch es kam alles anders: der vielseitig interessierte junge Mann hatte auch ein Faible für Naturerlebnisse, war erstmals auf Island und auch sonst gut unterwegs, beim Schwammerlsuchen, an der Isar und im Chiemgau.

Nach der Schule absolvierte Stefan Erdmann, Jahrgang 1966, eine Ausbildung zum Schriftsetzer. Mit 18 Jahren hat er Haare bis auf den Boden und Rockstar-Flausen im Kopf, mit 21 Jahren machte er seinen Industriemeister für Druck und Papier, gründete eine Werbefirma und widmete sich immer stärker dem Thema „Natur“.

Verliebt in das
Land der Geysire

Mit 26 führte er ein eigenes Filmarchiv mit dem Schwerpunkt Naturaufnahmen. Im Jahr 2001 reiste Erdmann erstmals nach Island, das er als Zwölfjähriger durch Wikingerfilme kennengelernt hatte und verliebte sich in das Land mit seiner brodelnden, unruhigen und vulkanischen Natur, was er als „Wendepunkt“ ansieht.

Nach Dauerdruck in der Werbebranche und 18-Stunden-Tagen schmeißt Stefan Erdmann 2006 hin und macht sich als Filmemacher selbstständig.

Sein Film über Island erregt Aufsehen, weitere Länderdokumentationen wie über Bhutan folgten. 2013 ist „HEIMAT 46° 48° N – Chiemsee, Chiemgau, Alpenland“ fertig.

Eine Homage an seine Wahlheimat. 2002 lernt er Sabine, in Traunstein geboren, an der Alz aufgewachsen, kennen und verbringt mehr und mehr Zeit rund um den Chiemsee. 2008 ziehen Erdmanns nach Unterwössen. Nach fünf Jahren ist der „Heimatfilm“ über diese „wunderbare Region, die heute meine Heimat ist“, fertig, 2015 folgt Teil 2.

Mit seiner ruhigen Kameraführung und außergewöhnlichen Bildsprache schafft es Erdmann, die Zuschauer hautnah am Geschehen teilhaben zu lassen. Die Filme kommentiert er live vor Ort, die Filmmusik ist selbst komponiert. Er ist ein Dokumentarfilmer „zum Anfassen“, mit engem Kontakt zum Publikum.

Stefan Erdmann ist ein Dokumentarfilmer aus Leidenschaft, der das Publikum an seiner engen Verbindung zu Landschaften und Menschen teilhaben lässt.

„So viele unvergessliche Momente konnte und durfte ich während meiner Dreharbeiten für meine Filme in den vergangenen Jahren erleben, und mein Ziel ist es, diese Momente sowohl auf den DVDs/Blue Rays, aber insbesondere bei meinen Live-Filmvorträgen zum Ausdruck zu bringen, sie zu vermitteln und mit dem Publikum zu teilen. Egal ob zehn oder 2000 Menschen im Publikum sitzen. Ich liebe meine Arbeit.“

Bhutan – Königreich im Himalaya

Am heutigen Donnerstag, um 20 Uhr zeigt Stefan Erdmann in Marias Kino in Bad Endorf seine Dokumentation über Bhutan, eines der wenig bereisten Länder der Welt.

Der passionierte Filmemacher war mit seinen Kameras zwei Monate lang im Königreich im Himalaya unterwegs und erzählt von den zahlreichen Besonderheiten dieses Landes mit seinen grandiosen Landschaften und seinen Bewohnern.

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