Nachruf

von Redaktion

Eggstätt – Völlig unerwartet starb Martina Stockmeier kurz vor ihrem 66. Geburtstag. Die Pfarrkirche St. Georg in Eggstätt konnte die Zahl der Trauergäste bei Weitem nicht fassen.

In einem bewegenden Requiem, das vom Kirchenchor, den Eggstätter Bläsern und den Enkelkindern ihrer Schwester musikalisch umrahmt wurde, erinnerte Pfarrer Andreas Przybylski an das Leben der Verstorbenen.

Als Martina Steinberger wurde sie 1954 als drittes Kind der Bauersleut Maria und Martin Steinberger in den Gutscherhof im Söllhubener Ortsteil Parnsberg hineingeboren. Sie wuchs dort mit ihren beiden älteren Schwestern auf. An den Besuch der Volksschule schloss sich die Hauswirtschaftsschule in Schloßberg. 1974 lernte sie beim Tanzen Peter Stockmeier kennen und nach langen Jahren der Freundschaft läuteten 1990 die Hochzeitsglocken.

Sie schenkten den Töchtern Marie-Luise und Katharina das Leben, die ihr ganzer Stolz waren. Martina war stets Anker- und Mittelpunkt der Familie und so konnten manche Schicksalsschläge überwunden werden.

Gemeinsam bewirtschafteten sie den Kalbhof im Breitbrunner Ortsteil Mooshappen und den Gutscherhof. Einmal die Woche schauten sie dort, wo das Jungvieh im Sommer weidete, nach dem Rechten.

Die Verstorbene war Mutter und Bäuerin mit Leib und Seele, hatte ihre Freude am heimischen Garten und liebte die Pferde. Gerne wanderte sie bei Weidebetrieb in den Bergen umher. Als gläubige Christin besuchte sie, so oft als möglich, die heilige Messe. Ganz wichtig war ihr – seit einem Herzinfarkt – die wöchentliche Herzsportgruppe.

Nun ist sie für immer eingeschlafen. In Erinnerung an ihren Vater, der früher selbst mit Pferden einen Leichenwagen zog, wurde Martina nun auch mit einem Kutschengespann zu ihrer letzten Ruhestätte gebracht. wak

Artikel 1 von 11