Kiefersfelden – Volles Haus beim „Schaupenwirt“ in Kiefersfelden zur 135. Jahreshauptversammlung der örtlichen freiwilligen Feuerwehr. Vorsitzender Josef Pirchmoser betonte in seinem umfangreichen Jahresbericht, dass der geplante Neubau des Feuerwehrhauses stets im Raum gestanden sei. Mit viel fachlicher Hilfe und großem Engagement wurden dazu schon weitreichende Vorarbeiten geleistet.
In seinem letzten Jahresbericht als Kommandant der Kieferer Feuerwehr stellte Joachim Buchmann fest, „dass wir im vergangenen Jahr von größeren Katastrophen verschont geblieben sind“. Von den 73 aktiven Brandschützern seien 7490 Einsatzstunden geleistet worden.
Hochgerechnet ergibt das für jeden einzelnen der Blauröcke rund 103 ehrenamtlich abgeleistete Stunden pro Jahr, teilweise auch unter Einsatz des eigenen Lebens. Hinzu kamen noch eine Unmenge an Ausbildungs-, Übungs- und Einweisungsstunden, die alle zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft unerlässlich waren. In Wort und Bild ließ er noch einmal einen Teil der 144 Einsätze des letzten Jahres Revue passieren.,
Von herausragender Bedeutung war für die Wehr der 30. August, als am Freitagabend gegen 19.30 Uhr in einem noch unbewohnten Neubaukomplex in der Rosenheimer Straße in Oberaudorf ein Feuer ausbrach. Durch den Brand wurden die Gebäude total zerstört und die Feuerwehr konnte nur noch das Übergreifen auf andere Häuser verhindern, durch unermüdlichen, mehrtägigen Einsatz, der an allen vor Ort tätigen Kräften kräftig zehrte. Tragisch der Einsatz schon einige Tage vorher, am 17. August, als auf einem Supermarkt-Parkplatz ein Mann von einem Auto äußerst unglücklich überrollt wurde und er noch am Unfallort verstarb. Pirchmoser: „Die jeweiligen Einsatzberichte geben oft das menschliche Leid nicht ausreichend wider, das die Feuerwehrler an den jeweiligen Orten und Stellen erleben musste und das so Manchem schon wirklich an die Substanz ging.“
Nicht unerheblich war auch, wie jedes Jahr, die Erhaltung und Verbesserung der Einsatzbereitschaft.
Dazu dienten viele Übungen, Fortbildungsveranstaltungen und Fachausbildungen für die alten und auch die zehn neu hinzugekommenen Feuerwehrmänner in der Kiefer.
Der scheidende Kommandant, der 21 Jahre dieses verantwortungsvolle Amt inne hatte, wird auch „weiter die Führung der Feuerwehr mit Rat und Tat unterstützen“. Er wird „auch mit der Feuerwehr Kiefersfelden zu den Einsätzen ausrücken. Allerdings wird dabei sein „Feuerwehrschwerpunkt in Zukunft bei der Kreisbrandinspektion“ liegen.
„Feuerwehr muss
unterstützt werden“
Jugendwart Florian Schwaiger arbeitet aktuell mit 18 Jugendlichen, die sich mit viel Engagement und Freude an vielen Ausbildungseinheiten beteiligten und schon über gute fachliche wie auch praktische Kenntnisse verfügen, die sie teils schon bald in den aktiven Dienst mitnehmen können.
In den Grußworten freute sich Bürgermeister Hajo Gruber, „dass wir eine Feuerwehr haben, auf die wir uns immer verlassen können. Aber es ist auch unsere Aufgabe, die Feuerwehr zu unterstützen, im Rahmen unserer Möglichkeiten“. Auf den Neubau des Feuerwehrhauses schauend, ist er überzeugt, „dass wir zusammen ein gutes und zukunftsfähiges Haus bauen und das sollte bis Ende des nächsten Jahres stehen“.
Kreisbrandrat Richard Schrank betonte „die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Kiefersfelden, die immer beispielhaft ist“. Er appellierte an die Einsatzkräfte: „Passt immer auf Euch auf, Eure Sicherheit ist wichtig und notwendig für uns alle“. Der Leiter der örtlichen Polizeiinspektion, Stefan Raithel, dankte „im Namen meiner gesamten Dienststelle für die gute Zusammenarbeit“ und wünschte „weiterhin viel Glück bei allen Einsätzen“.