Mit 66 Jahren… werden‘s immer mehr

von Redaktion

Bürgermeister Stefan Lederwascher berichtet über Gemeindegeschehen

Flintsbach – Zum ersten Seniorennachmittag im neuen Jahr berichtete Erster Bürgermeister Stefan Lederwascher traditionell im Rahmen einer Seniorenbürgerversammlung im Pfarrheim St. Martin über das Gemeindegeschehen. 50 Seniorinnen und Senioren lauschten aufmerksam seinen Ausführungen.

Zu Beginn stellte er die Flintsbacher Einwohnerstatistik von 3160 Einwohnern vor. Beachtenswert ist, dass derzeit 18 Prozent der Bevölkerung über 66 Jahre alt sind. Eine Entwicklung, welche die Senioren besonders interessierte, denn noch vor fünf Jahren waren es 16 Prozent Anteil. Hier zeigt sich die Auswirkung der Demografie.

Anschließend erläuterte Lederwascher die Gemeindeeinnahmen des letzten Jahres. Mit gut einer Million Euro Gewerbesteuereinnahmen hat die Gemeinde zwar ein gutes Ergebnis erzielt, jedoch gegenüber dem Vorjahresergebnis ein Minus von 667000 Euro verbucht. Trotz des gut aufgestellten Gewerbes in Flintsbach zeigt der bundesweite Konjunkturabschwung auch hier Folgen.

Immer wichtiger wird der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, der 1,95 Millionen Euro betrug und mit einem Plus von 98000 Euro zu 2018 wiederum stieg. Hier bildet sich unter anderem der attraktive Wohnwert Flintsbachs ab.

Die positive Einnahmesituation, die auch weitere Steuern, wie zum Beispiel die Grund- und Grunderwerbssteuer beinhaltet, ermöglicht es der Gemeinde die Leistungen im Bereich Kinderkrippe, Kindergarten, Schule, Jugend- und Seniorenpolitik, Kanalisation, Straßenerneuerung, Breitbandversorgung und die sonstigen anfallenden Gemeindeleistungen zu bestreiten. „Ohne unser gutes Gewerbegebiet und den positiven Einwohnermix ginge es Flintsbach nicht so gut und wir könnten uns nicht so viel leisten“, meinte Stefan Lederwascher.

Weitere Themen waren die Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel, der Breitbandausbau und die Burg Falkenstein. Der vor drei Jahren gegründete Förderverein, dessen Sitz im Landratsamt Rosenheim ist, setzt sich für die weitere Sanierung ein. Erstes bei Nacht sichtbares Ergebnis ist die seit Ende 2019 angebrachte Burgbeleuchtung, die viel Anklang in der Bevölkerung findet. Nächste Aktionen des Vereins sind das Anbringen von Hinweistafeln mit der Burggeschichte und ein „Tag der offenen Tür“, voraussichtlich Ende April.

Eine Million Euro für die Wasserleitung

Breiten Raum der Ausführungen von Bürgermeister Lederwascher nahm die zu sanierende Wasserleitung von Fischbach nach Oberflintsbach ein. Bei der Maßnahme, die 2020 noch beendet wird, rechnet man mit einem Kostenvolumen von einer Million Euro.

Auch das Ehrenamt in Flintsbach hob er hervor und lobte besonders die hervorragende Arbeit aller Flintsbacher Vereine.

Zum Schluss dankte er für die gute Arbeit des Flintsbacher Helferkreises für Seniorenarbeit, voran mit Elisabeth Weiß und Hanni Karrer. Diese bedankte sich ihrerseits für die aufschlussreichen Ausführungen des Bürgermeisters.RE

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