Riedering – Mit knapp 93 Jahren starb Ernst Geisreiter, der im Riederinger Ortsteil Wolferkam wohnte. Er unterrichtete an der Schule Neukirchen von 1954 bis 1968. Im Jahr 1975 wurde er zum Schulrat am Staatlichen Schulamt Rosenheim berufen und 1981 zum Schulamtsdirektor. Diese Position hatte er bis zu seinem Ruhestand 1989 inne.
Ehemalige Schüler der Jahrgänge 1935 bis 1944 erinnerten sich bei einem Klassentreffen an die gemeinsame Schulzeit, und dass Geisreiter sich auch im außerschulischen Bereich engagiert habe, sei es die Pflege des musikalischen Bereichs in der Schule, sei es die für eine kleine Landschule ungewöhnlich gute Ausstattung an Sportgeräten und Musikinstrumenten oder seien es die Theateraufführungen, Museumsbesuche, Berg- und Radwanderungen und die frohen Stunden am Simssee. Geisreiter lebte für die Schule, als Pädagoge durch und durch gab er auch sein Fachwissen an Kollegen in Form von Lehrbüchern weiter.
Lehrbücher, die bis heute Gültigkeit haben. Den Schülern nicht nur das Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln, sondern mehr noch das nötige Rüstzeug fürs Leben beizubringen. Geisreiter war aber nicht nur Lehrer, sondern auch Familienmensch. Er hinterlässt zwei Töchter und deren Familien, drei Enkel und einen Urenkel.
Am 18. Juni 2014 wurde ihm die „Verdienstmedaille für langjährige Pflege und Betreuung“ der Gemeinde Riedering überreicht. Damit sprach ihm die Gemeinde Riedering ihre Wertschätzung für sein soziales Wirken aus. Er hatte seine Frau Gertraud bis zu ihrem Tod im Frühjahr 2014 zu Hause gepflegt.. elk