Grundschülern winkt warmes Essen

von Redaktion

Gemeinde Vogtareuth will Mittagsbetreuung aufwerten – Feste Anmeldungen nötig

Vogtareuth – Die Mittagsbetreuung der Grundschulkinder in Vogtareuth soll in Zukunft noch besser werden. Das beschloss der Gemeinderat auf seiner letzten Sitzung. Ab nächstem Schuljahr nämlich könnte es von Montag bis Donnerstag ein warmes Mittagessen geben. Einzige Voraussetzung sind genügend Anmeldungen: Pro Tag müssten zehn Essen abgenommen werden, die Kosten für eine Mahlzeit belaufen sich für die Eltern auf vier Euro.

Eine entsprechende Vorabfrage der Gemeinde bei den Eltern zeigte, dass ausreichend Interessenten vorhanden wären. Die Gemeinde wird in der nächsten Zeit die Eltern noch einmal anschreiben und nun um feste Anmeldungen bitten. Sie muss im Vorfeld noch eine Spülmaschine anschaffen, die Gastronomie-Standards zu erfüllen hat, sowie entsprechende Warmhaltebecken, mit denen das warm angelieferte Essen auf Temperatur gehalten werden kann; auch hier sind die entsprechenden Vorschriften sehr streng. Das Essen selbst wird von der Firma Food Butlers aus Bad Feilnbach angeliefert, die bereits die Kindergärten in Vogtareuth und Zaisering versorgt. Die Firma legt dabei nach eigenen Angaben nicht nur besonderen Wert auf gesunde, kindgerechte Ernährung, sondern auch darauf, dass die Ausgangsprodukte aus der Region stammen sowie der jeweiligen Saison angepasst und fair gehandelt sind.

Speiseplan mit
Vegetarischem

Angeboten werden pro Tag jeweils zwei verschiedene Hauptgerichte: An zwei Tagen Vegetarisches, an den beiden weiteren Tagen Fisch und Fleisch, die jeweils durch Salate und Vorspeisesuppen beziehungsweise Nachspeisen ergänzt werden könnten.

Für die Grundschule denkt man seitens der Gemeinde an eine wechselnde Kombination aus Vorspeise und Hauptgericht beziehungsweise Hauptgericht und Nachspeise. Die Auswahl und Bestellung der Gerichte erfolgt jeweils in der Woche vorher.

Drei Betreuerinnen
für 21 Grundschüler

Das Ganze ist von der Gemeinde als Service gedacht, der die Mittagsbetreuung noch einmal deutlich aufwerten könnte.

Diese wird in diesem Schuljahr von 21 Kindern genützt, die bis 14 Uhr von drei Betreuerinnen beaufsichtigt werden.

Eine Zeit, in der alle, die wollen, ihre Schularbeiten machen können, aber auch spielen, sei es untereinander oder mit den Betreuerinnen. Dafür stehen im alten Schulhaus insgesamt drei ehemalige Klassenzimmer zur Verfügung: Ein mit Spielzeug und Brettspielen bestens ausgestattetes „Spielzimmer“, dann zum Toben der Raum, in dem auch die Trachtlerjugend ihre Übungen abhält und als „Arbeitsbereich“ schließlich das einstige Klassenzimmer, in dem derzeit die Teilnehmergemeinschaft der Gemeindeentwicklung untergebracht ist.

Die Mittagsbetreuung wird von der Gemeinde im Schnitt jährlich mit 10000 Euro bezuschusst, vor allem um die Personalkosten zu decken, denn Andrea Maier, Hilke Slezak und Manuela Wilfinger, die die Kinder betreuen, sind von der Gemeinde angestellt.

Kein unerheblicher Betrag, den die Gemeinde aber, wie Bürgermeister Rudolf Leitmanstetter sagt, gerne in die Hand nimmt, um Kinder und Eltern zu unterstützen.

Die Eltern wüssten so, dass ihre Kinder nach dem Unterricht, der ja teilweise schon um 11.20 Uhr endet, bis 14 Uhr bestens aufgehoben sind.

Die Kleinen gehen ganz offensichtlich gerne in die Mittagsbetreuung. Ein schöner Beweis dafür, so sagt Andrea Maier, sei die Reaktion vieler Kinder bei der Abholung durch die Mama: „Du bist schon da? Ich will aber noch gar nicht heim!“, sei etwas, was man recht häufig höre.

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