Neue Heimat für die Jugendlichen in Großkarolinenfeld

von Redaktion

Jugendtreff kommt ins alten Rathaus – Gemeinderat schließt sich Vorschlag auf Nutzung von drei Räumen an

Großkarolinenfeld – Ein warmer Platz als Treffpunkt, zum Ratschen, Kartenspielen oder Tischkickern – der fehlt den Jugendlichen in Großkarolinenfeld schon länger. In seiner Sitzung hat der Gemeinderat nun beschlossen, der Jugend im alten Rathaus Räume zur Verfügung zu stellen.

Seit der Jugendtreff im April 2017 wegen dem Rathausneubau abgerissen wurde, sind die Jugendlichen ohne Heimat, wie die Jugendbeauftragte der Gemeinde und Gemeinderatsabgeordnete Irmi Huber (CSU) berichtete. Sie ist gleichzeitig Erster Vorstand des Vereins Jugendtreff und in diesen Funktionen seit drei Jahren auf der Suche nach einer Ersatzlösung. Bei einer Besichtigung des Rathauses habe die Vorstandschaft des Vereins festgestellt, dass drei Räume im Erdgeschoss ideal geeignet wären. Sie befinden sich auf der Rückseite des Gebäudes und sind damit von der Wohnbebauung abgewandt. Damit könnten Beschwerden wegen Lärm vermieden werden. Praktisch sei auch der große Vorraum, in dem man einen Kicker oder Billardtisch unterbringen könnte. Toiletten sind ebenfalls vorhanden, lediglich eine kleine Küchenzeile und ein paar Möbel würden den Jugendlichen für einen schnellen Einzug fehlen. „Das sind fleißige Leute, die würden viel in Eigenregie machen“, betonte Huber.

Räume werden
im Herbst frei

Die Räume werden frei, wenn die Verwaltung im Herbst in das neue Rathaus umzieht. Über die Nutzung des alten Rathauses wird in der Gemeinde schon länger diskutiert.

Jugendbeauftragte Huber hatte deshalb den Antrag an den Gemeinderat gestellt, die drei Erdgeschoss-Räume dem Jugendtreff kostenfrei zur Verfügung zu stellen sowie einen Zuschuss von 10.000 Euro für die Gestaltung zu gewähren. Als Vertreterin des Vereins war sie von der Diskussion im Rat ausgeschlossen.

Dort war man sich einig: Der Jugendtreff soll Räume im alten Rathaus bekommen. „Hier zu sparen wäre an der falschen Stelle“, meinte etwa Josef Lausch (GBV). Er wollte aber andere Vereine und Gruppen der Gemeinde berücksichtigen. Sein Vorschlag: Interessenten wie Musikgruppen, Seniorenkreise oder Kindergruppen sollen ihren Bedarf bei der Gemeinde anmelden. Dann könne man ein Nutzungskonzept erarbeiten, wie die Zukunft des alten Gebäudes am besten aussehen soll. Andere Gruppen auch zu berücksichtigen – die Idee gefiel auch Emil Maier (SPD).

Ein Nutzungskonzept würde aber seiner Meinung nach für den Fall Jugendtreff zu lange dauern. Hier müsse eine schnelle Lösung her.

Johann Kosek (GBV) war ebenfalls grundsätzlich einverstanden, ihm gefiel die Bindung auf die drei konkreten Räume aber nicht. Lilo Wallner (CSU) entgegnete, die Räume seien wirklich ideal für den Jugendtreff. Bürgermeister Bernd Fessler meinte, man würde sich mit anderen Vereinen sicher arrangieren, falls es nötig werden sollte.

Mit einer Gegenstimme beschloss der Rat den Antrag. khe

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